Posts Tagged “private studentische Krankenversicherung”

Da bei vielen das Abitur sich dem Ende neigt und das Thema Studium ansteht, hier wieder einige Hinweise zum Thema “Studenten und die PKV”. Aber auch andere Versicherungen sind für Studenten wichtig. Daher verweisen wir auf ältere Artikel unseres Blogs.
An den Hochschulen nähert sich die Klausurenzeit, und spätestens dann werden sich einige wieder mit dem Thema Krankenversicherung befassen (müssen), etwa wenn bei Ihnen ein Wechsel in der Krankenversicherung aus Altersgründen ansteht. Beispielsweise deshalb, weil sie als Student nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sein können oder weil sie in der privaten Krankenversicherung nicht mehr bei den Eltern mitversichert sein können, zum Beispiel diejenigen, die einen Beihilfeanspruch haben. Den Rest des Eintrages lesen »

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Empfehlung bei der Wahl einer sinnvollen studentischen privaten Krankenversicherung:

Macht den Entscheidungsfindungsprozess nicht zu kompliziert, geht vor allem logisch vor. Wie lange werde ich noch Student/in sein und wie wahrscheinlich werde ich in dieser Zeit bestimmte Tarifleistungen sicher brauchen, so dass Sie je nach dem „ordentlich bis sehr gut“ abgesichert sind?

Wenn Ihr diese Frage beantwortet habt, dann sucht Euch einen unabhängigen Makler, der Euch durch seine Art, sich um Euch zu kümmern, gepaart mit notwendiger Fachkompetenz (auch etwas in dem Moment nicht zu wissen ist kompetent, wenn er in der Lage ist dies zu kommunizieren) überzeugt.

Unserer Meinung nach ist dies der sinnvollste Weg auf der Suche nach einer privaten studentischen Krankenversicherung.

Sollte Euch dieser kleine Leitfaden gefallen haben, dann würden wir uns über entsprechende Kommentare freuen. Selbstverständlich werden wir uns auch möglichen kritischen Punkten stellen und darauf reagieren.

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Auf was muss ich bei der Beratung besonders achten bzw. wo ist der Haken?

Nachdem der Weg zu einer privaten studentischen Krankenversicherung über einen unabhängigen Makler führen sollte, steht nun die Interaktion mit diesem an.

Ihr befasst Euch möglicherweise zum ersten Mal selbst mit einem Versicherungsthema, also gilt hier das Motto: Fragt alles das, was Ihr wissen wollt, ohne Hemmungen, und wenn Euch die Frage noch so banal vorkommt, raus damit! Ein guter Makler weiß damit umzugehen und nimmt sich die Zeit für Euch.

Wenn Ihr das Gefühl habt, dass sich der Makler um Euer Anliegen kümmert, Euch zeitnah die gewünschten Unterlagen, die möglicherweise über die Tarifleistungen hinaus gehen, zur Verfügung stellt, Fragen beantwortet und Euch im Entscheidungsfindungsprozess Zeit lässt, stehen die Chancen gut, dass Ihr einen seriös arbeitenden Makler gefunden habt.

Selbstverständlich kann ein Makler auch nicht alles wissen, und das sollte diesem auch keineswegs zum Nachteil ausgelegt werden, denn es gibt über 40 Versicherungsgesellschaften mit hunderten Tarifen, so dass er auf Anhieb nicht alles wissen kann. Aber er hat Euch gegenüber einen entscheidenden Vorteil: Er weiß, wen er anrufen kann die Frage zu klären. Ist er in der Lage, sein Unwissen in dem Moment auch zu kommunizieren, spricht das definitiv für ihn.

Stutzig solltet Ihr dann werden, wenn Ihr offensichtlich merkt, dass Euch jemand in eine bestimmte Ecke, sprich zu einem bestimmten Tarif einer bestimmten Gesellschaft, drängen will.

Das hat in der Regel immer einen finanziellen Hintergrund. Versicherungsgesellschaften zahlen bei Krankenversicherungen Provisionen anhand des zu zahlenden Monatsbeitrages, und nicht alle Versicherungsgesellschaften zahlen gleich, es gibt da erhebliche Unterschiede. Lasst Euch im Zweifel nachweisen, wie viel der Makler an dem jeweiligen Vertrag verdient.

Natürlich möchte ich auch erwähnen, dass ein bestimmter Tarif für Eure aktuelle Situation tatsächlich der bessere sein kann, auch wenn er etwas teurer ist. Es soll ja tatsächlich Makler geben, die hier uneigennützig arbeiten.

Vorsicht, Falle!

Versicherungsverträge sind nicht verhandelbar, da nicht der Makler den Preis macht, sondern die jeweilige Versicherungsgesellschaft. Wenn Ihr also beispielsweise Angebote von zwei Maklern habt, und einer erzählt Euch, dass derselbe Vertrag bei ihm aber günstiger ist, dann ist das gelogen.

Die Erklärung dafür ist, das die Monatsbeiträge in der PKV nach dem jeweiligen Alter (und Gesundheitszustand) mit marktüblichen Vergleichsprogrammen erstellt werden, so dass für einen 25-jährigen logischerweise keine 2 verschiedenen Monatsbeiträge herauskommen können.
Falls doch, dann kann es sein, dass Euer Beitrag mit einem geringeren Eintrittsalter berechnet wurde. Das würde aber spätestens bei der Versicherung in der Risikoprüfung bemerkt werden.

Ebenso werden Studenten gerne mit der Anzahl der rückerstattungsfähigen Monatsbeiträge (sog. Beitragsrückerstattung) gelockt, wenn beispielsweise ein Jahr lang keine Rechnungen eingereicht wurden. Es kann sein, dass Euch „3 Monatsbeiträge” gesagt werden, aber tatsächlich nur 70% der 3 Monatsbeiträge erstattungsfähig sind.

Jede Tarifleistung könnt Ihr im Detail in den Versicherungsbedingungen nachlesen bzw. sagt Euch ein seriöser Makler im Vorfeld, am besten ohne dass Ihr vorher nachfragen müsst.

Habt Ihr mit solchen Vorkommnissen schon Erfahrungen gemacht? Falls ja, dann nutzt doch einfach die Kommentare, um darüber zu berichten.

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Welche Tarifleistungen brauche ich wirklich in meiner privaten studentischen PKV und was kostet mich das?

Ihr solltet Euch hier die Frage stellen, was notwendig ist und Sinn macht und nicht was man alles für Tarifleistungen brauchen könnte, denn „brauchen“ könnte man sicher irgendwann mal eine bestimmte Tarifleistung.

Private studentische Krankenversicherungen werden in jüngeren Jahren auf (manchmal kurze) Zeit abgeschlossen, deshalb ist es ratsam zu überlegen, wie wahrscheinlich die Inanspruchnahme bestimmter Tarifleistungen ist.

Teure Parameter in den privaten Krankenvollversicherungen sind z.B. die stationären Tarifleistungen „Zimmer“ (ein Zwei- oder sogar Einbettzimmer ist erheblich teurer als ein Mehrbettzimmer), ambulante Tarifleistungen „Heilpraktiker“ und sehr gute Zahnersatzleistungen im Zahnbereich.

Betrachten wir die Situation einer Studentin oder eines Studenten, 25 Jahre alt, noch geschätzte 1,5 Jahre zum Studienende, gesund und ein „normales“ Arztbesuchsverhalten. Damit sind in der Regel Vorsorgeuntersuchungen im Zahnbereich und bei den Frauen noch der Gynäkologe gemeint.

Wie wahrscheinlich ist es nun, dass genau diese Kundengruppe in der verbleibenden Studienzeit zum Heilpraktiker geht oder gesundheitlich bedingten Zahnersatz braucht? (Ja ich weiß, theoretisch ist das möglich, aber danach frage ich ja auch nicht, sondern wie die Wahrscheinlichkeit danach aussieht.)

Gehen wir also davon aus, dass dies eher unwahrscheinlich ist. Deshalb sollten in diesem Beispiel die oben genannten Tarifleistungen auch nicht überbewertet werden und unbedingt in dem Leistungsangebot enthalten sein. Ein „Basisschutz“ – möglicherweise mit abgeschwächten Leistungen – sollte hier völlig ausreichen, denn das spart Euch eine Menge Geld und das Leistungsspektrum meines Basistarifs ist relativ zu Eurer verbleibenden Studienzeit normalerweise ausreichend.

Kleine Anmerkung: Für jemanden, der von vorneherein schon bestimmte Leistungen in Anspruch genommen hat, und das auch gerne beibehalten möchte, oder wer gesundheitlich vorbelastet ist und gewisse Tarifleistungen braucht, ergibt sich selbstverständlich eine andere Vorgehensweise.

Mit oder ohne Selbstbehalt (Eigenbeteiligung)?

Von dieser Frage ist Euer Monatsbeitrag erheblich abhängig. Private studentische Krankenversicherungstarife mit Selbstbehalt sind erheblich angenehmer bei der monatlichen Beitragszahlung, als Tarife ohne Selbstbehalt.

Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist auch immer eine Gefühlsfrage. Viele stört der Selbstbehalt, „weil ich ja da nochmal zum meinem Monatsbeitrag etwas zuzahlen muss“. Wie sieht das aber tatsächlich aus?

Bleiben wir bei dem oben genannten Beispiel unseres gesunden Kunden mit 25 Jahren, der einen Versicherungstarif ohne Selbstbehalt vorzieht. Ein Tarif ohne Selbstbehalt kostet ihn von vorneherein mindestens 20 und 30 Euro monatlich mehr als ein Tarif mit Selbstbehalt. Da er selten zum Arzt geht, zahlt er also bei einem Tarif ohne Selbstbehalt mindestens zwischen 240 und 360 Euro im Jahr mehr.

Würde er stattdessen einen Tarif mit Selbstbehalt wählen, hätte er zumindest die Option im Jahr weniger zu zahlen als bei einem Tarif ohne Selbstbehalt, wenn er beispielsweise nur zum Zahnarzt geht und seine jährliche Vorsorgeuntersuchung macht und sonst nicht zum Arzt muss. (Lassen wir ihn hier eine professionelle Zahnbehandlung machen kostet diese zwischen 50 und 100 Euro, je nach Zahnarzt).

Ihr seht somit, dass Euch diese Überlegungen beim Abschluss eines privaten Krankenversicherungsvertrages jede Menge Geld sparen kann.

Andere Meinungen hierzu sind gerne willkommen, lasst sie uns wissen und nutzt unsere Kommentare!

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