Posts Tagged “Finanzmarktkrise”

Nachdem gestern noch spekuliert wurde, kam heute die Bestätigung: Sowohl die Deutsche Rentenversicherung, als auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung haben Gelder bei der unter Gläubigerschutz stehenden US-Bank Lehman Brothers angelegt. Genauer geht es um Millionen-Beträge, die bei der deutschen Tochter Lehman Brothers Bankhaus AG angelegt wurden.

Dazu heißt es heute in einer Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung:

Die Termineinlagen eines Rentenversicherungsträgers bei der Lehman Brothers Bankhaus AG (Deutschland) sind über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken geschützt. Die Einlagen halten sich innerhalb der Sicherungsgrenzen des Fonds. Sie sind daher vor Verlust geschützt. Die Deutsche Rentenversicherung legt die Beiträge der Versicherten nur bei Kreditinstituten an, die einem der Sicherungsysteme in Deutschland angehören.

Bei der Unfallversicherung erklärt man per Pressemitteilung:

„Spekulation war und ist nicht unsere Sache“, erklärt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Das betrifft auch die Einlagen von Unfallversicherungsträgern, die bei der deutschen Tochter der US-Bank Lehmann Brothers bestehen. „Bei diesen Guthaben handelt es sich um Einlagen, die über den Einlagensicherungsfonds abgedeckt und somit vor Verlust geschützt sind.“

Inwiefern die (deutsche) Einlagensicherung hier am Ende wirklich eingreifen muss, bleibt noch offen. Wenn es aber so wäre, hätten wir wieder das beliebte Spiel: linke Tasche – rechte Tasche. Was die Gesetzlichen Versicherungen in einer Anlage versenkt haben, zahlt der Bankkunde über die Einlagensicherung nochmal…

Comments Kommentare deaktiviert

Die Finanzmarktkrise ist noch nicht einmal durchgestanden und schon soll man was daraus lernen? Ja, ich denke man kann von den Ereignissen der vergangenen Wochen doch einiges für seine eigene Altersvorsorgeplanung lernen. In meinem Artikel Die Finanzmarktkrise und die Folgen für die Altervorsorge hatte ich ja bereits letzten Monat eigentlich alles wesentliche beschrieben und daran hat sich eigentlich trotz des Beinahecrashs und der Unsummen von Staatshilfen nichts geändert.

Diversifizierung

Es hat sich mal wieder gezeigt, dass eine Mischung aus verschiedenen Elementen am krisensichersten ist. Wenn ein Element wegfällt bzw. einbricht, wie jetzt etwa die Aktien, muss man auf andere Standbeine zurückgreifen können. Also nicht nur gesetzliche Rente sondern auch private Vorsorge und die nicht nur aus Aktien, sondern auch mit Renten, Immobilien, Rohstoffen, usw. Dabei gilt der Grundsatz der Diversifizierung auch hinsichtlich der geograpischen Herkunft der Anlage.

Überprüfung des Portfolios

Wenn man sich nun auf mehrere Beine gestellt hat, muss man dennoch regelmäßig (mind. einmal im Quartal) überprüfen wo man steht und ob man nicht etwas ändern sollte. Gerade Langfristanleger machen manchmal den Fehler unnötig auf Rendite zu verzichten, nur weil man nicht umschichten will. Wie das erfolgreich geht, hat zum Beispiel der Vatikan gezeigt. Nach Angaben der britischen katholischen Wochenzeitschrift “The Tablet” hat der Vatikanstaat seine Finanzanlagen schon bei den ersten Anzeichen der Finanzmarktkrise im Sommer 2007 umgeschichtet. Dabei wurden wohl Währungen für einen Gegenwert von 340 Mio. Euro, Anleihen für 520 Mio. Euro und Goldbarren für 19 Mio. Euro erworben. An dieser Stelle sei auch einmal auf das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts hingewiesen. Hier erkennt man deutlich, dass Umschichtungen durchaus für die Gesamtrendite förderlich waren. Wenngleich auch bei Langfristinvestments schöne Renditen herauskommen. Da das Renditedreieck aber nur für Deutschland gilt, ergeben sich bspw. für die USA ganz andere positive und negative Anlagezeiträume – was das ganze aber nur noch spannender Macht.

Einfache Investments

Damit meine ich, dass man in dieser Hinsicht dem Großinvestor Warren Buffett folgen sollte. Der kauft auch nur Dinge die er versteht und auch nur Aktien von Unternehmen die versteht, bzw. deren Produkte und deren Geschäftsmodell er versteht.

Fazit für eine krisensichere Altersvorsorge

Nachdem ich die Grundsätze schon genannt habe, hier nochmal das ganze in krisenfester Kurzform: Man sollte bei der krisenfesten Altersvorsorge niemals alles auf eine Karte setzen. Zielzeitraum ist das Alter – wenn man nicht mehr arbeiten kann oder will oder darf – also noch weit hin. Wichtig sind dabei folgende Aspekte:
Den Anfang macht die Bargeldversorgung im Alter durch Rentenzahlungen (staatlich und privat) für wichtige Ausgaben wie etwa die Krankenversicherung oder Konsum, dann folgt die Wohnraumversorgung (Eigentumswohnung, Eigenheim, Beteiligung an Wohnheim), schließlich kommt die Lebensmittelversorgung (eigener Garten). Daneben ist auch die Hilfe im Alltag wichtig (Kinder, Enkel, weitere Familie und Freunde). Wichtig sind auch immer Güter, die sich jederzeit wieder zu Geld machen lassen, um so auch bei einer starken Inflation die geringere Kaufkraft von Rentenleistungen zu kompensieren. Dabei denke ich jetzt an Gold, Silber oder Diamanten, edles Geschirr oder hochwertige Alkoholika. Dinge die jedenfalls nicht verderblich sind.

Comments 1 Kommentar »

Wer in diesen Wochen der Finanzmarktkrise an seiner ursprünglich einmal ausgeklügelten Anlagestrategie, beispielsweise für Aktien, festhält, erlebt böse Überraschungen. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 5 Kommentare »

In diesen Wochen und Monaten gilt es die Finanzmarktkrise zu bewältigen und auch so gut wie möglich zu verstehen, nur dann kann man entsprechend darauf reagieren. Den Rest des Eintrages lesen »

Comments Kommentare deaktiviert

Aktuell veröffentlichte mein Blogpartner Marc auf unserem weiteren Blog hilfe-beim-leben.de wieder einen absolut lesenswerten und mit zahlreichen Links ausgestatteten Artikel mit dem Thema Die Hintergründe der Finanzmarktkrise oder warum Olli Kahn keine Aktien mehr hat.

Ich erwähne das deshalb, weil sich dieser Artikel bei unseren Lesern in den letzten Minuten zur absoluten “Lesebombe” entwickelt und ihn den Lesern unseres Finanz- und Versicherungsblogs nicht vorenthalten möchte.

Die Zeit dafür lohnt sich wirklich!

Comments Kommentare deaktiviert

Aktuell möchten wir zu dem brisanten Thema Finanzmarktkrise auf zwei Artikel unseres eigenen Blog-Netzwerkes verweisen. In unserem Blog Hilfe-beim-Leben.de ist mein Blogpartner Marc bereits mehrfach auf das Thema eingegangen.

Der Artikel “Was bedeutet die Finanzmarktkrise für den Privatanleger?” befasst sich Marc vorwiegend mit Informationen für die privaten Anleger unter uns, die ihr Geld in verschiedenen Wertpapier-Arten angelegt haben oder anlegen wollen, dazu zählen u.a. Tages- und Festgeld, Anleihen, Aktien und Genussrechte, Zertifikate sowie (Investment-)Fonds.

Im zweiten Artikel “Die Finanzmarktkrise kommt näher – wie schütze ich mich?” geht es in erster Linie darum, wie sicher mein Erspartes bei den Banken ist und ob es eine Art “Versicherung” für Ausfälle gibt.

Weiterhin wird behandelt, wie man seinen Notgroschen sinnvoll zusammen stellt und was man mit Geld machen kann, das man gerne anlegen möchte.

Am Schluss hat Marc wie immer einen wichtigen Hinweis für alle:

Wichtig zum Schluss: Absolute Sicherheit gibt es nicht! Und wer meint, mit Optionsscheinen, Zertifikaten oder ähnlichem höhere Renditen zu erwirtschaften, hat möglicherweise Recht. Aber das Risiko eines Totalverlustes ist ebenfalls vorhanden, von daher ist das nur etwas für Vollprofis, die wissen, was sie tun!

Comments Kommentare deaktiviert

Die Finanzmarktkrise treibt immer heftigere Blüten…so richtig weiß niemand mehr, was noch auf uns zu kommt. Aber die Fed (die US-Notenbank) ist ja da und wirds schon richten:

Soviel zum humoristischen Teil…aber einen hab ich noch: Der neue Sponsor von Manchester United:

(gefunden beim Blog Alphaville der Financial Times)

Was das ganze für Auswirkungen auf die Altervorsorge hat, habe ich ja schon hier geschrieben. Nach wie vor gilt es Ruhe zu bewahren. Es muss niemand auf die Bank rennen und sein Erspartes abheben. Aktienanleger sollten ebenfalls Ruhe bewahren. Wer jedoch Papiere mit Sicherheitsgarantien von Banken hat, also jede Art von Zertifikaten, sollte sich genau die Emittenten anschauen. Denn sollten die Emittenten insolvent gehen, ist das Geld futsch! Was sonst noch alles für den Privatanleger zu beachten ist, habe ich im Nachbarblog Hilfe beim Leben geschrieben.

Comments Kommentare deaktiviert

Die Finanzmarktkrise erlebt dieser Tage mal wieder einen Höhepunkt und so mancher Anleger fragt sich, was das für Auswirkungen auf seine Altersvorsorge hat. Nun zunächst einmal sinken bekanntermaßen die Aktienkurse und die Anleihen verteuern sich. Aber was hat das letztlich mit der Rente oder Altersvorsorge zu tun? Den Rest des Eintrages lesen »

Comments 4 Kommentare »