Posts Tagged “Finanzmarktkrise”
Die jüngsten Konjunkturprognosen machen auch vor der Gesetzlichen Rentenversicherung keinen Halt. Am Wochenende kursierten nun Berichte um eine Rentenkürzung durch die Republik – es wäre die erste seit 1957. Die Deutsche Rentenversicherung machte darauf aufmerksam, dass als Folge der Wirtschaftskrise im nächsten Jahr eine Kürzung der gesetzlichen Altersbezüge um über zwei Prozent drohe. Den Rest des Eintrages lesen »
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Dass die Finanzkrise sicherlich nicht spurlos an den Versicherungen vorbeigeht, war eigentlich abzusehen. Dass es bei der Allianz aber soweit geht, dass sich die stillen Reserven halbiert haben, ist schon schockierend.
Wie die ZEIT vorab unter Berufung auf Allianz-Anlagechef Andreas Gruber berichtet, sei die Finanzkrise deutlich zu spüren gewesen: “Bezogen auf das Anlagevermögen, hatten wir zu Beginn des Jahres Reserven von 8,5 Prozent – diese haben sich durch die Entwicklung bei den Aktien im Jahr 2008 in etwa halbiert.” Dennoch bezeichnete Gruber dies als “nennenswertes Polster”. Wie Gruber weiter erklärt, habe die Allianz Leben weiter “positive, durchaus noch spürbare Reserven auf alle unsere Anlagen, auf festverzinsliche Anlagen, auf Immobilien, auch auf Aktien”.
Ein positives Zeichen gab Gruber trotz der schockierenden Meldung dennoch. Denn seine Versicherten können weiter auf eine laufende Verzinsung von 4,5 Prozent zählen, hofft Gruber laut der ZEIT: “Wir gehen fest davon aus, dass wir diese Gewinnbeteiligung halten können. Zum einen legen wir sie immer eher konservativ fest, zum anderen wollen wir unseren Kunden ja eine stabile Altersversorgung bieten.”
Das Interview birgt auch einen Anlagetip: So habe die Allianz ihren Aktienanteil von noch 23 Prozent Mitte 2007 auf derzeit “knapp zehn Prozent” gesenkt. Dagegen haben man den Anteil von Unternehmensanleihen von etwa 6 Prozent auf derzeit 15 Prozent gesteigert. Für die Zukunft kündigte er weitere Investments an – “und wir planen, vorsichtig weiter aufzustocken, auf vielleicht 20 Prozent”. Als Grund für den Schwenk in Unternehmensanleihen nannte Gruber die spürbar gestiegenen Zinsen. Und auch bei Immobilien lassen sich derzeit Schnäppchen machen.
Auch wenn man die ganze Situation derzeit mit Vorsicht genießen sollte. Das Thema Wiederanlage wird bald auf uns zukommen. Die Frage: Welches ist die optimale Anlagestrategie? haben wir uns auch schon gestellt. Dabei hat man natürlich immer viele Möglichkeiten wie bspw. sich selbst komplett um die Altersvorsorge zu kümmern. Aber auch da muss man sich immer genau ansehen, was infrage kommt und was nicht!
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Nun sind die Bail-outs also auch in Deutschland angekommen. In der vergangenen Woche wurde die Commerzbank teilverstaatlicht. Für die Bank sicher ein sehr gutes Geschäft, denn so ist die vorher offensichtlich nicht finanzierbare Übernahme der Dresdner Bank erst möglich geworden. Nun ja und ob sich die Allianz wirklich an der Dresdner hätte verschlucken könne, wie Robert von Heusinger in der Frankfurter Rundschau orakelt, stelle ich jetzt mal dahin.
Nun ist die Bankenrettung im großen Stil also für die Commerzbank ein voller Erfolg (Vorstandschef Martin Blessing wird sich bestimmt schnell an die halbe Millione Jahresgehalt und die zwei neuen Aufsichtsräte aus dem Bundesfinanzministerium gewöhnen).
Aber was ist mit dem Staat?
Nun betrachten wir mal die Ebene Politik: Hier herrscht große Freude, denn endlich konnte der Staat mal wieder richtig zeigen, dass er was kann und die Politiker doch zu was nütze sind und vorallem die großartig angekündigten Rettunsgpläne wirklich notwendig sind. Euckenserbe weist an dieser Stelle noch daraufhin, dass ein neuer „Global Player” neben der mit der Postbank fusionierten „Deutschen Bank” entsteht, der vor allen Dingen ein einziges Kriterium erfüllt: Er ist „too big to fail”.
Schauen wir dagegen auf die Ebene Bürger: Die 18 Milliarden Euro gehen direkt in die Staatsschulden und müssen natürlich auch verzinst werden. Das ist in diesen Zeiten zwar nichts besonderes – derzeit wird ja fast nur noch in mehrstelligen Milliardenbeträgen gerechnet – dennoch ist die planlose Schuldenmacherei einfach grauenvoll. Das eingesetzte Geld erscheint auf dem derzeitigen Krisenniveau sinnlos verbraten, denn wirklich ernst war die Lage nicht. Man hätte die Übernahme ja auch einfach absagen können, dann wären beide Banken noch unabhängig und könnten jeweils zeigen, was sie drauf haben oder eben auch nicht. Durch den Rettungsschirm wäre auch eine Insolvenz einer der Banken ohne Probleme abgelaufen, aber nein. Eine milliardenschwere Rettung ist halt doch effektvoller und zeigt, dass der Kapitalismus mal wieder die Hilfe von Vater Staat braucht. Das Scheitern im großen Stil wird dagegen immer gerne vermieden…aber was sind schon 10.000 Arbeitsplätze bei einer Bank gegen die Insolvenz von 10.000 kleinen Betrieben, die jeweils 2 bis 3 Leute an die Luft setzen? Richtig, alles nicht so medienwirksam…
Aber ich schweife ab: Ein Ausstiegsszenario gibt es derzeit nicht, also haben wir jetzt die x-te Staatsbank und dass es tatsächlich so ist, machen ja schon die Ankündigungen der Politik klar: “Wir sorgen dafür, dass wieder Kredite vergeben werden…” Als wenn die KfW, IKB oder die diversen Landesbanken das nicht ebenso gut könnten. Aber selbst wenn der Staat aussteigen wollte, müsste sich der Kurs der Commerzbank-Aktie vervielfachen, damit der Staat null auf null rauskommt. Aber davon sind wir Lichtjahre entfernt.
Kommen wir nun auf den eigentlichen Knackpunkt des ganzen: Die Ebene der Commerzbank-Aktionäre! Die dürften sich besonders freuen, denn soeben ist ihr Anteil an der Bank um 20 Prozent gesunken. Das sieht man ja schon am derzeitigen Kursverfall: Am Freitagabend kostete die Commerzbank-Aktie noch 4,90 Euro (Aldi hätte das Pricing nicht besser hingekriegt), am Montag hatte der Kurs noch bei 6,55 Euro gelegen…
Aktionäre leiden derzeit aber nicht nur unter einem Kursverfall von mehr als 20 Prozent. Nein, auch in Zukunft werden sie nicht mehr so an den Geschäften der Bank profitieren. Durch die um 25 Prozent erhöhte Aktienanzahl sinkt der Gewinn je Aktie und damit auch die Dividende und somit erst Recht das Potential auf steigende Kurse. Wer jetzt von Enteignung spricht: Sozialisierung trifft es eher, denn die Bank gehört uns allen jetzt ja zu einem Viertel. Dabei wollte ich eigentlich garkeine Commerzbank-Aktien kaufen… Aber damit sind nicht nur direkte Commerzbank-Aktionäre betroffen, nein auch Inhaber von Lebens- und Rentenversicherungen dürfen sich freuen, denn als DAX-Wert gehört die Commerzbank-Aktie ja in viele Versicherungsdepot. Damit tragen nicht nur alle Bürger, sondern auch die Altaktionäre die Lasten, die eine großmannsüchtige Bankführung und eine nicht minder geltungssüchtige Politikerkaste anrichten… Die Altersvorsorge wird damit immer mehr zum unkalkulierbaren Glücksspiel. Denn wenn der Staat einfach so seinen Arm nach vorgeblich strauchelnden Unternehmen ausstreckt ist der kleine Aktionär der Dumme. Man darf auf den Deutschlandsfonds gespannt sein…
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Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management hat für November 2008 erfreuliche Zahlen aus dem Fondsbereich vorgelegt.
Nachdem noch im Oktober sehr hohe Abflüsse aus Investmentfonds zu verzeichnen waren, hat sich die Lage trotz der Finanzmarktkrise nun etwas beruhigt. Demnach hat die Investmentfondsbranche im November 2008 Mittelzuflüsse in Höhe von insgesamt 4,8 Mrd. Euro verzeichnet. Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht haben vor allem die Profis wieder vermehrt zugegriffen:
Über 7,2 Mrd. Euro investierten institutionelle Anleger im November in Spezialfonds, Publikumsfonds verzeichneten hingegen Mittelabflüsse von knapp 2,4 Mrd. Euro. Vor allem Geldmarkt-, geldmarktnahe und Kurzläufer-Rentenfonds haben zu den Rückflüssen beigetragen. Während
Geldmarktfonds Abflüsse in Höhe von rund 1,4 Mrd. Euro verzeichneten, wurden aus Rentenfonds knapp 1,3 Mrd. Euro abgezogen. Zulauf hatten hingegen Aktienfonds: Erstmals seit Mai 2008 verzeichnete diese Anlageklasse wieder Mittelzuflüsse. Knapp eine Mrd. Euro investierten Anleger im November in Aktienfonds.
Damit scheint das schlimmste erstmal überstanden zu sein. Allerdings stehen die Dezember-Zahlen noch aus, wobei auch hier im Hinblick auf die aber 2009 geltende Abgeltungsteuer, eher mit Zuwächsen zu rechnen sein dürfte.
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Das Time-Magazine zeigt eine Aufstellung der Top 10 Niedergänge der Finanzmarktkrise.
1. Der Zusammenbruch von Lehman Brother’s (zur Lehman Brothers Sammelklage)
2. Das Geschäft mit Kreditderivaten von AIG
3. Die 3 Autohersteller Ford, GM, Chrysler
4. Der Beinahe-Zusammenbruch der Citibank
5. Aktionäre von Freddie Mac und Fannie Mae
6. angeblich “sichere” Wertpapiere
7. Glaubwürdigkeit von Rating-Agenturen
8. Zusammenbrüche von Hedge-Fonds
9. Das Ansehen von Alan Greenspan
10. “Bankrott” Islands
Erläuterungen zu den einzelnen Punkten stehen in dem Artikel.
Weitere Top-Listen findet man hier.
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Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) diese Woche laut haufe elf Offene Immobilienfonds aufgefordert hat, ab sofort kein Geld mehr an Kunden mit monatlichen Auszahlplänen auszuzahlen, hat nun auch Morningstar die Ratings ausgesetzt, meldet zumindest Cash-Online.
Hintergrund ist das Einfrieren mehrerer Offener Immobilienfonds im Zuge der Finanzmarktkrise. Damit wollten die Fonds-Gesellschaften ein unkontrolliertes Abfließen des Fonds-Vermögens verhindern. Auszahlungspläne blieben allerdings davon verschont und wurden weiter bedient. Aufgrund der Ungleichbehandlung der Fonds-Anteilseigner hat die BaFin nun dazu aufgefordert diese Zahlungen ebenfalls einzustellen. Dies wiederum hat den ein oder anderen vor Probleme gestellt, da die Auszahlungspläne Teil der selbstgebildeten Altersvorsorge sind.
Im Focus-Interview rät übrigens der Branchenexperte Stefan Loipfinger:
Auf jeden Fall verkaufen. Wenn der Fonds bereits geschlossen ist, lassen sich die Anteile über die Börse abstoßen. Anleger müssen zwar einen Abschlag in Kauf nehmen, etwa fünf Prozent. Aber in Anbetracht der düsteren Aussichten sollte man diese Kröte schlucken.
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Laut einer Pressemeldung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gibt es vorerst bis zum 05.12.2008 ein Internetforum für Unternehmer/innen zur Banken- und Finanzkrise, in dem man Fragen stellen kann.
Das Internetforum soll die bereits telefonisch bestehende Hotline ergänzen.
Unter www.bmwi.de/go/finanzkrise können mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Fragen eingeben, die zeitnah beantwortet werden. Die Anfragenden erhalten per E-Mail eine Antwort von einem der Experten. Anschließend werden die Fragen und Antworten anonymisiert über das Expertenforum veröffentlicht.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bietet bereits eine telefonische Hotline für Mittelständler an, die von der Finanzkrise betroffen sind (Tel.: 0180 5 615 007). Das Online-Forum ergänzt nun dieses Angebot. Besonders durch die Veröffentlichung der Fragen und Antworten sorgt das Bundeswirtschaftsministerium dafür, dass über das Internet alle Rat suchenden Unternehmerinnen und Unternehmer Antworten auf ihre Fragen bekommen können.
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Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management hat angesichts der Finanzmarktkrise für Oktober hohe Abflüsse bei Investmentfonds gemeldet.
Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, wurden im Oktober 46,3 Mrd. Euro aus Publikumsfonds und 4,9 Mrd. Euro aus Spezialfonds abgezogen. Im gesamten Jahr 2008 verzeichneten dem BVI zufolge Publikumsfonds nunmehr Abflüsse von 30 Mrd. Euro, während Spezialfonds ein Plus von 11 Mrd. Euro erzielen.
Bei den Publikumsfonds haben den Angaben zufolge zu den Rückflüssen insbesondere Geldmarktfonds, geldmarktnahe und Kurzläufer-Rentenfonds beigetragen. Insgesamt flossen aus diesen Fondsgruppen im Oktober fast 30 Mrd. Euro ab. Als Grund hierfür nennt der BVU die Ende September bekannt gewordene Absicht des Gesetzgebers, steuerorientierte Geldmarktfonds schärfer zu besteuern.
Alles in allem bleiben Fonds für die Altersvorsorge, also aus langfristigen Gesichtspunkten, eine beliebte Anlageform. Die Kursstürze an den Börsen und die Unsicherheit über die Finanzmärkte haben aber auch sicher viele Anleger dazu bewogen ihr Geld aus Fonds abzuziehen und in andere Anlageformen wie Tagesgeldkonten zu transferieren. Dabei sollte man aber immer bedenken, dass die derzeitigen Kurse eher Kaufkurse, denn Verkaufskurse sind. Auf lange Sicht bieten die derzeitigen Kursstände meiner Meinung nach vielfach Schnäppchenpreise!
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Nach Angaben des Bundesverbands Investment und Asset Management e.V. (BVI) gibt es trotz der Finanzmarktkrise eine starke Nachfrage nach Riester-Fondssparplänen.
Wie aus der Pressemitteilung auf der BVI-Website hervorgeht, haben seit Jahresbeginn über 300.000 Deutsche neue
Riester-Fondssparpläne abgeschlossen, um privat für ihr Alter vorzusorgen. Zum Stichtag 30. September 2008 haben deutsche Investmentgesellschaften über 2,2 Millionen Riester-Fondssparpläne verwaltet.
Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Zahlen zu den Investmentsparplänen mit Vermögenswirksamen Leistungen (VL). Laut BVI belief sich die Anzahl der VL-Investmentsparpläne zum Stichtag 30. September 2008 auf 3,9 Millionen, in denen ein Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. Euro verwaltet wurde. Ende 2007 hatte der Bestand noch bei 4,5 Millionen gelegen. Als ein Grund dafür wird vom BVI genannt, dass in vielen Tarifverträgen vermögenswirksame Leistungen in die betriebliche Altersvorsorge umgewidmet worden sind. Daneben wird auch die Einführung der Abgeltungsteuer und die damit drohende Besteuerung von Wertzuwächsen als Begründung genannt.
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Aus aktuellem Anlaß zur Finanzmarktkrise bringen wir hier exakt denselben Artikel wie auf unserem Partnerblog Hilfe-beim-Leben.de:
Aufgrund der großen Unsicherheit an den Finanzmärkten über die aktuelle Finanzmarktkrise und die weitere mögliche Entwicklung gibt es nun eine Telefonhotline, die von den Verbraucherzentralen und der Verbraucherzentrale Bundesverband, kostenfrei geschaltet wird.
Seit Freitag, den 24. Oktober 2008 , kann man unter der Telefonnummer 0800 – 6648588 (0,00 Cent/Min. aus dem Festnetz – andere Netzbetreiber eventuell abweichend) Finanzexperten anrufen, die einem Auskünfte geben können.
Laut der Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bundesverband sei der Bedarf nach “unabhängigen und verlässlichen” Informationen sehr groß.
Häufige Fragen findet man auch im Dokumenten-Download der Verbraucherzentrale Bundesverband:
Finanzkrise: Häufige Fragen der Verbraucher (FAQs)
Häufige Fragen der Verbraucher zur Kaupthing-Edge-Bank (FAQs)
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