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Die Frage, ob man die Betriebliche Altersvorsorge kündigen kann taucht in letzter Zeit immer mal wieder auf. Angesichts der unklaren Wirtschaftslage, macht sich offensichtlich der ein oder andere Gedanken über seine Vermögenssituation.

Generell gilt: Renten- oder Lebensversicherungen lassen sich immer (auf Zeit) beitragsfrei stellen, d.h. man kann die monatliche Belastung auf Null senken. Das gilt auch für die Betriebliche Altersvorsorge. Das beantwortet die Frage zur Kündigung aber nur zum Teil. Sobald man sich im Bereich der Betrieblichen Altersvorsorge bewegt wird alles deutlich komplizierter.

Die Betriebliche Altersvorsorge kann ja entweder vom Arbeitgeber oder vom Arbeitnehmer finanziert werden. Auf die genauen Details dieser Regelungen verzichte ich hier. Wichtig hierbei ist, dass durch den Abschluss eines solchen BAV-Vertrages steuerbegünstigte Ansprüche auf Rentenzahlungen begründet werden. D.h. bis zum vereinbarten Renteneintrittsalter (meistens ab 60 Jahre) kommt man an das bisher gezahlte Geld nicht heran!

Der sonst mögliche Weg über die Auszahlung des Rückkaufswertes bleibt also verschlossen. Insofern kann man sich also von einer Betrieblichen Altersvorsorge nicht so leicht trennen. Neben der erwähnten (zeitweisen) Beitragsfreistellung kommt aber auch hier die Senkung der Monatsbeiträge von meist 200€ auf minimal 50€ (je nach Versicherer) in Frage. Entscheidend sind immer die Gründe für den Kündigungswunsch.

An dieser Stelle möchte ich auch auf den Fall des Ausscheidens aus dem Betrieb, etwa durch Kündigung, hinweisen. Während die Arbeitnehmer-finanzierte BAV (Entgeltumwandlung) immer zum neuen Arbeitgeber mitgenommen werden kann, ist dies bei der Arbeitgeber-finanzierten BAV nur nach bestimmten Fristen der Fall.

Empfehlung: Aufgrund mehrerer Gesetzesänderungen in den letzten Jahren bedarf jedoch jeder Fall einer individuellen Betrachtung durch einen BAV-Spezialisten. Entweder im Unternehmen selbst, durch den Steuerberater oder einen Spezialisten des Versicherers.

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