Posts Tagged “Altersvorsorge”

Bekanntermaßen kann man seine staatlich geförderte Altersvorsorge mittlerweile auch auf mögliches Wohneigentum ausdehnen – “Wohn-Riester” genannt.

Die Förderung funktioniert laut dem Bundesministerium für Verkehr, Bau, und Stadtentwicklung folgendermaßen:

Wer mit einem Riester-Vertrag für das Alter vorsorgt, kann künftig das angesparte Kapital entweder bis zu 75 Prozent oder vollständig für den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum oder von Genossenschaftsanteilen verwenden [weitere Informationen über den internen Link in der rechten Kontextspalte]. Die Entnahme kann dabei während der Ansparphase unmittelbar zum Erwerb, oder zu Beginn der Auszahlungsphase zur Entschuldung des selbstgenutzten Wohneigentums erfolgen; der entnommene Betrag muss nicht zurückgezahlt werden. Für Verträge, die vor dem 01. Januar 2008 abgeschlossen wurden, gibt es eine Übergangsregelung, nach der für die Jahre 2008 und 2009 die Mindestentnahmehöhe von 10.000 Euro beibehalten wird.

Neu ist die Förderung der Tilgungsleistungen bei Darlehensverträgen und (Kombi-) Bausparverträgen für den Erwerb von Wohneigentum. Die gewährten Zulagen können vollständig für die Darlehenstilgung eingesetzt werden.

Seit dem Jahr 2008 beträgt die Grundzulage 154 Euro und die Kinderzulage 185 Euro bzw. 300 Euro für die Kinder, die 2008 oder später geboren werden. Die geleisteten Aufwendungen für einen Altersvorsorgevertrag können ab 2008 bis zu einer Höhe von 2.100 Euro (abzüglich Zulage) steuerlich geltend gemacht werden.

Weitere zu beachtende Punkte sind dabei:

- Deutschland muß Hauptwohnsitz des Eigentümers sein und die Immobilie muss sich ebenso hier befinden

- Bei Beginn der Auszahlphase kann man auch eine vor 2008 erworbene Immobilie entschulden

- gilt auch für schon bestehende Riester-Verträge nach dem 01.01.2008. Für vorher geschlossene gibt es die oben zitierte Übergangsregelung

- Eine einmalige Bonuszahlung i.H.v. 200 Euro erhalten für Einzahlungen ab 2008 unmittelbar Zulagenberechtigte, die zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

Noch einige Hinweise zur Besteuerung:

Wie bei allen Riester-Verträgen muss auch das in der Erwerbsphase steuerlich geförderte Kapital, das für wohnungswirtschaftliche Zwecke verwendet wurde, im Rentenalter nachgelagert besteuert werden. Diese Steuerschuld wird mit Hilfe des “Wohnförderkontos” ermittelt, welches den entnommenen Kapitalbetrag, die Tilgungsleistungen und die gewährten Zulagen erfasst und jährlich mit zwei Prozent verzinst wird. Bei Renteneintritt kann zwischen einer kontinuierlichen Besteuerung über bis zu 25 Jahre oder einer einmaligen Besteuerung gewählt werden. Bei der Einmalbesteuerung werden nur 70 Prozent des Betrages auf dem Wohnförderkonto besteuert.

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Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) diese Woche laut haufe elf Offene Immobilienfonds aufgefordert hat, ab sofort kein Geld mehr an Kunden mit monatlichen Auszahlplänen auszuzahlen, hat nun auch Morningstar die Ratings ausgesetzt, meldet zumindest Cash-Online.

Hintergrund ist das Einfrieren mehrerer Offener Immobilienfonds im Zuge der Finanzmarktkrise. Damit wollten die Fonds-Gesellschaften ein unkontrolliertes Abfließen des Fonds-Vermögens verhindern. Auszahlungspläne blieben allerdings davon verschont und wurden weiter bedient. Aufgrund der Ungleichbehandlung der Fonds-Anteilseigner hat die BaFin nun dazu aufgefordert diese Zahlungen ebenfalls einzustellen. Dies wiederum hat den ein oder anderen vor Probleme gestellt, da die Auszahlungspläne Teil der selbstgebildeten Altersvorsorge sind.

Im Focus-Interview rät übrigens der Branchenexperte Stefan Loipfinger:

Auf jeden Fall verkaufen. Wenn der Fonds bereits geschlossen ist, lassen sich die Anteile über die Börse abstoßen. Anleger müssen zwar einen Abschlag in Kauf nehmen, etwa fünf Prozent. Aber in Anbetracht der düsteren Aussichten sollte man diese Kröte schlucken.

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Über Riester-Produkte habe ich ja schon hin und wieder geschrieben. Es gibt eigentlich auch nichts großartig neues dazu zu sagen. Beim Finblog bin ich aber auf eine traurige Geschichte in Focus-Money aufmerksam geworden. Dort wird unter dem Titel:
Staatlich geprüft und gefördert
Wenn Sie in diesen Policen
täglich 5 Euro ansparen,
besitzen Sie in 18 Jahren
100.000 Euro
Mit Kapitalgarantie

mal wieder die Riester-Rente gepusht. Den Rest des Eintrages lesen »

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Damit ist nicht gemeint, dass man sich über eine Geldanlage oder ein Finanzprodukt beraten lässt, sondern dass man das völlig selbst in die Hand nimmt. Ohne Hilfe und Beratung. Und selbst entscheidet.

Warum machen das die wenigsten Menschen? Für das neue Auto oder den neuen Plasma-TV machen sie es doch auch, also warum nicht bei einer erheblich schwerwiegenderen Entscheidung für ihre Zukunft, als es ein Auto oder der Plasma-TV je haben könnte?

Wenn ich mir mögliche Gründe überlege, dann kann man diese meiner Meinung nach auf einige Punkte zusammenfassen (ohne Bedeutung der Reihenfolge):

- Der Glaube an das System

- mangelndes (Fach-)Wissen

- Informationsüberfluss

- keine Lust

- kein Geld

Der Glaube an das System

Der Glaube, sich in einem unerschütterlichen Wirtschaftskreislauf zu bewegen, war sicher bis zuletzt vorhanden. Was davon übrig ist, konnte man hautnah in der zurückliegenden zweiten Jahreshälfte 2008 beobachten. Stichwort Finanzmarktkrise.
Betreibern eines “Systems” und alle die damit zu tun haben, glaubt man in der Regel, denn es überrennt einen ja praktisch überall und jeden Tag: Banken, Versicherungen, Finanzamt, Finanzdienstleister, Geld, Haus, Kredit, Bausparvertrag, Zinsen, Immobilie, Konsum, Auto, usw.
Einfach alles in unserem Leben spielt sich in diesem System ab.

Die Wahrscheinlichkeit, dass hier etwas aus dem Ruder laufen könnte, wurde von den meisten Fachleuten und von “Otto Normalverbraucher” ja sowieso nicht, nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen. Die Verwaltung unseres Hab und Gutes wurde studierten Fachleuten überlassen, “die schon wissen, was sie tun, sonst hätten sie ja nicht studieren brauchen.”

Die Hüter des Systems haben natürlich Angestellte, und die wollen ihr Können unter Beweis stellen, und den Menschen ihre paar Kröten entlocken, um daraus noch ein paar mehr Kröten zu machen, so der Plan. Und die Leute glauben das.


Mangelndes (Fach-)Wissen

Jeder ist tagtäglich so zugemüllt von irgendwelchen Alltäglichkeiten, seinem Job, beruflichen und privaten Verpflichtugnen, dass er auch gar nicht die Zeit hat, sich mit anderen Dingen, die eventuell für seine weitere Zukunft wichtig wären, zu beschäftigen. Jeder hat “nur” 24h am Tag zur Verfügung. Finanzthemen recherchieren kostet Zeit, die viele nicht haben oder sich auch nicht nehmen wollen.

Informationsüberfluss

Wobei wir auch schon bei dem weiterführenden Punkt sind, der Vielzahl der mittlerweile vorhandenen Informationen zu den verschiedene Finanz- und Versicherungsthemen. Wenn man einen Suchbegriff im Internet eingibt, dann kommen zig Seiten zu diesem einen Suchwort. Wer will sich da noch auskennen bzw. ist in der Lage, diese Informationen zu filtern und für sich zu bündeln? Und dann noch eine Entscheidung über “besser” oder “schlechter” treffen?

Keine Lust

Das ist natürlich ein nicht zu unterschätzender Faktor, denn was kümmert mich heute meine Altersvorsorge mit 60? Dieser Punkt bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.

Kein Geld

Ist selbstverständlich ebenfalls ein großer Punkt, denn viele Menschen haben auch schlicht und ergreifend kein Geld, das sie irgendwo investieren könnten.

All diese Punkte kann ich nachvollziehen. Aber eventuell ist der ein oder andere doch bereit, sich etwas näher mit seinem hart verdienten Geld zu befassen, um nicht andere seine finanzielle zukunft entscheiden zu lassen.

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Hat sich eigentlich schon einmal jemand die Frage gestellt, wie es sein kann, dass es (immer noch) so viele Versicherungsunternehmen mit unendlich vielen Tarifvarianten auf dem Markt gibt? Und dass die alle Geschäft machen? Woran liegt das wohl?

Sicher nicht daran, dass der Absicherungsbedarf bei den Kunden so vielfältig ist, denn jeder wünscht irgendwo eine ähnliche Absicherung, natürlich mit kleinen Abweichungen hier und da (Beispiel bei einer PKV mit oder ohne Selbstbehalt, 50% oder 60% Zahnersatz usw.), aber doch im Grunde genommen gleich.

Und warum müssen eigentlich Versicherungs- und Altersvorsorgeangebote immer so schrecklich kompliziert ausgerückt sein? Braucht man dazu wirklich eine halbe Seite Text, um darzustellen, dass der Kunde nur 50% beim Zahnersatz bekommt? Und viel wichtiger: Wann er es nicht bekommt, steht irgendwo anders, weil die Information, dass ab dem 5. Backenzahn die Leistung nicht mehr gilt, passte ja nicht mehr in die halbe Seite Tarifbeschreibung für die Zahnleistung.

Gibt es wirklich keine Möglichkeit für Versicherungen, klar und deutlich auszudrücken -ohne Zweideutigkeiten-, welche Leistungen übernommen werden und welche nicht?

Mich beschleicht da jedes Mal der Gedanke, dass der Kunde kein König mehr ist (war er das überhaupt jemals?), sondern der Kunde im schlimmsten Fall der Dumme ist, nämlich dann, wenn er sich auf eine Tarifleistung einlässt, die ja so gar nicht gemeint war, weil ja auf dem Zusatzinformationsblatt noch eine Ergänzung steht, dass die Tarifleistung in diesem Fall aus dem und dem Grund doch nicht gilt.

Tarifleistungen, die Kunden wünschen und vor allem auch benötigen, würden -und da lehne ich mich jetzt einmal aus dem Fenster- maximal auf eine DIN A4-Seite passen.

Aber dann wären die Versicherungs- und Altersvorsorgeangebote ja möglicherweise transparent, und wer will das schon? Eine Versicherung hat sicher kein Interesse, transparent zu sein, denn dann wäre ja auf den ersten Blick klar, dass die Tarifleistungen massiv schlechter sind als der “vergleichbare” Tarif bei der Konkurrenz. Da verpackt man doch so etwas lieber in Schachtelsätze, dass es der König Kunde nicht sofort bemerkt.

Und außerdem, wohin mit all den Arbeitslosen, wenn auf einmal 30 oder gar noch mehr Versicherer zu machen, weil der Kunde nicht mehr (teilweise auch aufgrund seiner eigenen Schuld natürlich) im Informationsnachteil wäre und wirklich alles transparent vergleichen könnte, dass er beispielsweise nur noch 5 DIN A4-Blätter vergleichen müsste anstatt mittlerweile hunderte Seiten von Tarifbedingugnen, wenn er sich 3 Angebote der Versicherungen durchschauen möchte?

Und kein Makler oder Versicherungsberater mehr notwendig wäre, um ganz klar zu erkennen, dass genau dieser Tarif nicht oder gerade der doch in Frage kommt.

Da könnte man als Kunde doch glatt auf die Idee kommen, dass man manche Versicherer aufgrund Ihrer schlechteren Tarifleistungen gar nicht mehr anfragt und folglich auch keinen Tarif dort abschließt.

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Der Bundesverband deutscher Banken hat eine kleine Broschüre mit vielen Fragen und Antworten zum Thema private Altersvorsorge (“Riester-Rente”) als pdf-Download auf seiner Homepage.

Der Verband

Der Bundesverband deutscher Banken, der die Interessen der privaten Banken vertritt, wurde im Jahre 1951 in Köln gegründet. Er blickt auf die Tradition des von 1901 bis 1945 bestehenden Centralverbandes des deutschen Bank- und Bankiergewerbes zurück. Im März 1999 hat er seinen Sitz von Köln nach Berlin verlegt.

Der Bankenverband repräsentiert mehr als 220 private Banken und zwölf Mitgliedsverbände. Die dem Verband angeschlossenen Institute stehen miteinander in intensivem Wettbewerb. Die Bandbreite reicht von großen bis kleinen, von weltweit operierenden bis regionalen, von universell tätigen bis auf einzelne Geschäftsbereiche spezialisierte Banken.

Der Marktanteil aller privaten Banken in Deutschland beträgt, gemessen am Geschäftsvolumen der gesamten Kreditwirtschaft, rund 42 Prozent. Sie beschäftigen über 160.000 (1) Mitarbeiter.

Aufgaben

Information der Mitglieder
Der Bankenverband unterrichtet seine Mitglieder über aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen, von denen die Kreditwirtschaft betroffen ist. Diese Aufgabe gewinnt aufgrund der wachsenden Zahl von europäischen Richtlinien, nationalen Gesetzen und Gesetzesänderungen sowie Verordnungen ständig an Bedeutung.

Ansprechpartner der Politik
Ansprechpartner für Parlament, Ministerien und Behörden in allen kreditwirtschaftlichen Fragestellungen zu sein ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Verbandsarbeit. Politiker und Beamte greifen für die sachgerechte Beurteilung kreditwirtschaftlicher Fragen regelmäßig auf das Expertenwissen des Bankenverbandes zurück.

Zusammenarbeit mit Verbänden
Die Zusammenarbeit mit anderen in- und ausländischen Verbänden spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Hier werden Fragen von gemeinsamem Interesse erörtert, Lösungen erarbeitet und in den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozess eingebracht.
So behandelt der Zentrale Kreditausschuss (ZKA) , in dem die fünf führenden Verbände der deutschen Kreditwirtschaft vertreten sind, wichtige verbandsübergreifende Themen.
Zur Unterstützung des europäischen Einigungsprozesses und zur Wahrung ihrer Interessen in Brüssel haben sich 28 nationale Bankenverbände in der European Banking Federation zusammengeschlossen.
Anstehende Entscheidungen der Europäischen Kommission werden hier bereits im Vorfeld auf Verbandsebene erörtert, um die Auffassung der Banken dann den zuständigen europäischen Institutionen zur Kenntnis zu bringen.

Brüsseler Büro
Seit 2004 ist der Bankenverband durch eine Repräsentanz in Brüssel vertreten. Damit trägt er der hohen Intensität und Geschwindigkeit Rechnung, mit der bank- und finanzmarktbezogene Regulierungsvorhaben der Europäischen Union zur Integration der europäischen Finanzdienstleistungsmärkte behandelt werden. Das Brüsseler Büro dient dem Bankenverband zur schnellen und effizienten Zusammenarbeit mit den europäischen Institutionen.

Information der Öffentlichkeit
Die Information der Öffentlichkeit über die Aufgaben und Tätigkeiten der privaten Banken bildet einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit des Bankenverbandes. Es gilt, Informationslücken zu schließen, Missverständnisse auszuräumen und den vertrauensvollen Umgang miteinander zu fördern. Gerade die Banken mit ihren hochspezialisierten Finanzdienstleistungen sind von Fehleinschätzungen besonders betroffen.
Der Bankenverband ist Ansprechpartner in allen bankspezifischen Fragen. Dafür veröffentlicht er Presse- und Informationsdienste sowie Publikationen , in denen er aktuelle Nachrichten aus der Finanzwelt liefert und zu bank- und wirtschaftspolitischen Themen Stellung bezieht. Hinzu kommen Leserfragestunden in vielen Zeitungen und Zeitschriften sowie regelmäßige Verbrauchertipps . Speziell für Schüler und Lehrer gibt es zudem umfangreiches Material , mit dem ein Beitrag zur Intensivierung des Wirtschaftskundeunterrichts und zur Unterstützung der Lehrer geleistet wird. Um die Verantwortung der privaten Banken in der Gesellschaft zu verdeutlichen, stellt der Bankenverband schließlich in regelmäßigen Foren auch gesellschaftspolitische Themen zur Diskussion.

Ombudsmann
Als erster Verband der Kreditwirtschaft hat der Bankenverband einen unabhängigen Ombudsmann berufen. Er geht den Beschwerden von Privatkunden nach und versucht, schnelle und unbürokratische Lösungen zu finden.Vorteil für den Kunden: Das Verfahren ist für ihn kostenlos. Jeder Privatkunde einer privaten Bank kann sich mit einem formlosen Schreiben an die Kundenbeschwerdestelle richten:

Anschrift der Beschwerdestelle

Kundenbeschwerdestelle beim
Bundesverband deutscher Banken
Postfach 04 03 07
10062 Berlin

Einlagensicherung
Der Bundesverband deutscher Banken ist Träger des Einlagensicherungsfonds , der den Kunden der angeschlossenen privaten Banken einen praktisch vollen Einlagenschutz bietet. Der Einlagensicherungsfonds trägt – als freiwillige Sicherungseinrichtung – wesentlich zur Stabilität des deutschen Finanzsektors bei und ist, was den Sicherungsumfang angeht, im Vergleich mit dem Ausland ohne Beispiel.
Darüber hinaus nimmt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH, eine Tochter des Bankenverbandes, die Aufgaben einer gesetzlichen Entschädigungseinrichtung wahr.

Die Broschüre behandelt Fragen rund um das Thema staatlich geförderte Altersvorsorge (“Riester-Rente”), so dass man einen guten Überblick erhält.

Anmerkung:

Durch amtliche Bestimmungen zur Konkretisierung des Gesetzes, durch Rechtsverordnungen oder nachfolgende Gesetzgebungsverfahren können Änderungen bei der Förderung der privaten Altersvorsorge eintreten.

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Passend zu Marc’s Artikel EU: Private Altersvorsorge wird immer wichtiger habe ich auf der Postbank-Homepage einen Beitrag (Pressemeldung) gefunden, der zwar schon einige Tage her ist, aber aufgrund seines Inhaltes sehr aktuell ist (und das sehr wahrscheinlich auch bleiben wird).

Es geht um das brisante Thema der privaten Altersvorsorge. Offenbar kam der Studie “Altersvorsorge in Deutschland 2008/2009″ das Ergebnis heraus, dass die monatlichen Aufwendungen der Berufstätigen in Deutschland für die private Altersvorsorge auf den niedrigsten Stand seit 2005 gefallen sind. In Anbetracht der Tatsache, wie stark der Markt von allen Anbietern, seien es Banken, Versicherungen oder Finanzdienstleister, umworben und beworben wird, ist das ein zumindest nachdenkenswertes Ergebnis.

Somit kommt natürlich die Frage auf, warum das so ist. Es wird hier zum einen auf mangelndes Wissen bei der Kundschaft zurückgeführt. Kunden würden anscheinend aktuell vermehrt denken, sie seien ausreichend fürs Alter versorgt. Bestimmte Faktoren, die wir ebenfalls schon erwähnt haben, es sei hier der Artikel Altersvorsorge / Inflationsrate als Renditekiller für private Altersvorsorge angemerkt, würden sie in ihre Überlegungen gar nicht mit einbeziehen.

Weiterhin sei manchen nicht klar, dass eine steigende Lebenserwartung auch länger Geld kostet. Die Altersvorsorge müsse also dementsprechend länger halten.

Außerdem fehle ein Wissen über die aktuelle Gesamtsituation, einige hätten noch nie von der Abgeltungsteuer oder der neuen Eigenheimförderung “Wohn-Riester” gehört.

Fast zwei Drittel der Deutschen sehen inzwischen anscheinend in einem Haus oder einer Wohnung die optimale Altersabsicherung.

Einig ist sich der Studie nach jedoch die Mehrheit, dass eine Kombination aus staatlich geförderter privater Altersvorsorge und gesetzlicher Rentenkasse auch weiterhin eine gute Lösung sei.

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Die Finanzmarktkrise ist noch nicht einmal durchgestanden und schon soll man was daraus lernen? Ja, ich denke man kann von den Ereignissen der vergangenen Wochen doch einiges für seine eigene Altersvorsorgeplanung lernen. In meinem Artikel Die Finanzmarktkrise und die Folgen für die Altervorsorge hatte ich ja bereits letzten Monat eigentlich alles wesentliche beschrieben und daran hat sich eigentlich trotz des Beinahecrashs und der Unsummen von Staatshilfen nichts geändert.

Diversifizierung

Es hat sich mal wieder gezeigt, dass eine Mischung aus verschiedenen Elementen am krisensichersten ist. Wenn ein Element wegfällt bzw. einbricht, wie jetzt etwa die Aktien, muss man auf andere Standbeine zurückgreifen können. Also nicht nur gesetzliche Rente sondern auch private Vorsorge und die nicht nur aus Aktien, sondern auch mit Renten, Immobilien, Rohstoffen, usw. Dabei gilt der Grundsatz der Diversifizierung auch hinsichtlich der geograpischen Herkunft der Anlage.

Überprüfung des Portfolios

Wenn man sich nun auf mehrere Beine gestellt hat, muss man dennoch regelmäßig (mind. einmal im Quartal) überprüfen wo man steht und ob man nicht etwas ändern sollte. Gerade Langfristanleger machen manchmal den Fehler unnötig auf Rendite zu verzichten, nur weil man nicht umschichten will. Wie das erfolgreich geht, hat zum Beispiel der Vatikan gezeigt. Nach Angaben der britischen katholischen Wochenzeitschrift “The Tablet” hat der Vatikanstaat seine Finanzanlagen schon bei den ersten Anzeichen der Finanzmarktkrise im Sommer 2007 umgeschichtet. Dabei wurden wohl Währungen für einen Gegenwert von 340 Mio. Euro, Anleihen für 520 Mio. Euro und Goldbarren für 19 Mio. Euro erworben. An dieser Stelle sei auch einmal auf das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts hingewiesen. Hier erkennt man deutlich, dass Umschichtungen durchaus für die Gesamtrendite förderlich waren. Wenngleich auch bei Langfristinvestments schöne Renditen herauskommen. Da das Renditedreieck aber nur für Deutschland gilt, ergeben sich bspw. für die USA ganz andere positive und negative Anlagezeiträume – was das ganze aber nur noch spannender Macht.

Einfache Investments

Damit meine ich, dass man in dieser Hinsicht dem Großinvestor Warren Buffett folgen sollte. Der kauft auch nur Dinge die er versteht und auch nur Aktien von Unternehmen die versteht, bzw. deren Produkte und deren Geschäftsmodell er versteht.

Fazit für eine krisensichere Altersvorsorge

Nachdem ich die Grundsätze schon genannt habe, hier nochmal das ganze in krisenfester Kurzform: Man sollte bei der krisenfesten Altersvorsorge niemals alles auf eine Karte setzen. Zielzeitraum ist das Alter – wenn man nicht mehr arbeiten kann oder will oder darf – also noch weit hin. Wichtig sind dabei folgende Aspekte:
Den Anfang macht die Bargeldversorgung im Alter durch Rentenzahlungen (staatlich und privat) für wichtige Ausgaben wie etwa die Krankenversicherung oder Konsum, dann folgt die Wohnraumversorgung (Eigentumswohnung, Eigenheim, Beteiligung an Wohnheim), schließlich kommt die Lebensmittelversorgung (eigener Garten). Daneben ist auch die Hilfe im Alltag wichtig (Kinder, Enkel, weitere Familie und Freunde). Wichtig sind auch immer Güter, die sich jederzeit wieder zu Geld machen lassen, um so auch bei einer starken Inflation die geringere Kaufkraft von Rentenleistungen zu kompensieren. Dabei denke ich jetzt an Gold, Silber oder Diamanten, edles Geschirr oder hochwertige Alkoholika. Dinge die jedenfalls nicht verderblich sind.

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Wer in diesen Wochen der Finanzmarktkrise an seiner ursprünglich einmal ausgeklügelten Anlagestrategie, beispielsweise für Aktien, festhält, erlebt böse Überraschungen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Aktuell möchten wir zu dem brisanten Thema Finanzmarktkrise auf zwei Artikel unseres eigenen Blog-Netzwerkes verweisen. In unserem Blog Hilfe-beim-Leben.de ist mein Blogpartner Marc bereits mehrfach auf das Thema eingegangen.

Der Artikel “Was bedeutet die Finanzmarktkrise für den Privatanleger?” befasst sich Marc vorwiegend mit Informationen für die privaten Anleger unter uns, die ihr Geld in verschiedenen Wertpapier-Arten angelegt haben oder anlegen wollen, dazu zählen u.a. Tages- und Festgeld, Anleihen, Aktien und Genussrechte, Zertifikate sowie (Investment-)Fonds.

Im zweiten Artikel “Die Finanzmarktkrise kommt näher – wie schütze ich mich?” geht es in erster Linie darum, wie sicher mein Erspartes bei den Banken ist und ob es eine Art “Versicherung” für Ausfälle gibt.

Weiterhin wird behandelt, wie man seinen Notgroschen sinnvoll zusammen stellt und was man mit Geld machen kann, das man gerne anlegen möchte.

Am Schluss hat Marc wie immer einen wichtigen Hinweis für alle:

Wichtig zum Schluss: Absolute Sicherheit gibt es nicht! Und wer meint, mit Optionsscheinen, Zertifikaten oder ähnlichem höhere Renditen zu erwirtschaften, hat möglicherweise Recht. Aber das Risiko eines Totalverlustes ist ebenfalls vorhanden, von daher ist das nur etwas für Vollprofis, die wissen, was sie tun!

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Das Thema private und betriebliche Altersvorsorge ist ja permanent in aller Munde, wird aber unserer Meinung nach zu sehr einseitig behandelt.

Mit “einseitig” ist hier gemeint: Wenn ich den Betrag x, sagen wir hier 100 Euro monatlich, in ein Altersvorsorgeprodukt einspare, dann wird mir in der Regel etwas von einer “Renditeerwartung” bei einer unterstellten durchschnittlichen Wertentwicklung von beispielsweise 3% p.a., 6% p.a. oder 9% p.a. Erzählt. Also praktisch die spätere “Haben-Seite” ausgedrückt in einem Euro-Betrag.

Sieht man anstatt der Prozentzahlen dann noch die jeweiligen nominalen Endkapitalstände, dann könnte man tatsächlich ins Schwärmen geraten, was denn in 30 Jahren alleine aus meinen 100 Euro monatlichem Sparplan geworden ist. Das ist “auf dem Papier” ein sechsstelliger Betrag.

Das Erwachen kommt aber spätestens dann, wenn man die Inflationsrate mit ins Spiel bringt. Denn relativ zum dem nominalen Endkapital (Theorie) nimmt das reale Endkapital (Praxis) mit zunehmender Laufzeit immer stärker ab.

Ausführliche Beispiele und Grafiken dazu findet man auf der von uns kürzlich vorgestellten Seite des deutschen Instituts für Altersvorsorge.

Man sollte sich also nicht blauäugig von den reinen “Renditeversprechen” blenden lassen, sondern sollte die Inflationsrate bei diesen Betrachtungen immer mit einbeziehen.

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Weiter geht es mit unseren hilfreichen Internetseiten für Versicherungen und andere Finanzprodukte. Heute stellen wir eine interessante Seite vor, die sich mit dem Thema Alterssicherung ausführlich befasst: Das deutsche Institut für Altersvorsorge.

Man findet hier im Infopool allerlei Hinweise über die verschiedenen Wege und Reformen der Altersversorgung. Den Rest des Eintrages lesen »

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Die Finanzmarktkrise erlebt dieser Tage mal wieder einen Höhepunkt und so mancher Anleger fragt sich, was das für Auswirkungen auf seine Altersvorsorge hat. Nun zunächst einmal sinken bekanntermaßen die Aktienkurse und die Anleihen verteuern sich. Aber was hat das letztlich mit der Rente oder Altersvorsorge zu tun? Den Rest des Eintrages lesen »

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Mit diesem Grundlagenartikel zum Drei-Schichten-Modell möchten wir eine Basis für die folgenden Artikel zur Altersvorsorge schaffen. Dabei werden wir einige Grundlagen darlegen und Begriffe erklären. Den Rest des Eintrages lesen »

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In Fragen der Altersvorsorge sind die Deutschen ja eigentlich sehr konservativ. Von daher überraschen die aktuellen Zahlen des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. schon, denn auch im Mai sind der deutschen Investmentbranche mehr Mittel zugeflossen.

Allein Publikumsfonds haben dabei mit 4,9 Mrd. Euro einen Großteil der insgesamt gemeldeten 8,6 Mrd. Euro beigesteuert.

Besonders Aktienfonds haben es dabei wohl den Deutschen angetan, denn diese verzeichneten einen Zufluss um 2,6 Mrd. Euro. Die derzeit sehr angepriesenen Dachfonds konnten nur rund 1,6 Mrd. Euro neuer Anlagekapital verzeichnen. Offensichtlich trauen die meisten Anleger den oftmals undurchsichtigen Gebührenstrukturen von Dachfonds nicht.

Die Informationsflut in Bezug auf die Abgeltungsteuer sollte hier jedoch in den kommenden Monaten (leider) Wirkung zeigen. Zwar wird von Seiten der Anlageberater oftmals auf die Steuerersparniss hingewiesen, die doppelt anfallenden Gebühren für den eigentlichen Fonds und das Dachfondsmanagement werden aber nur selten dagegen gerechnet. Zwar erscheinen hier wenige Prozentpunkte auf den ersten Blick nicht viel, aber auf Dauer summiert da doch ein ganz schöner Gebührenbatzen. Wie bei allen Finanzdingen gilt auch hier: Große Vorsicht und alles nachrechnen!

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