Posts Tagged “Abgeltungsteuer”

Das Thema Goldanlage bleibt weiterhin in aller Munde. Der Goldpreis hat in der Finanzkrise neue Höchststände erreicht und Gold hat große Beliebtheit erfahren. Nun hat der Bundesverband Deutscher Banken auf eine Besonderheit im Einkommensteuerrecht hingewiesen. Für physisches Gold in Form von Barren und Münzen bzw. so genanntes Anlagegold gilt weiterhin die bekannte Spekulationsfrist. Die Abgeltungsteuer greift hier nicht. Den Rest des Eintrages lesen »

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Diese findet man in einem pdf-Dokument Häufige Fragen zur Abgeltungsteuer auf der Internetseite der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH.

Die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH (im folgenden Deutsche Finanzagentur) ist der zentrale Dienstleister für die Kreditaufnahme und das Schuldenmanagement des Bundes. Sie wurde am 19. September 2000 gegründet und hat ihren Sitz am Finanzplatz Frankfurt/Main. Die Gesellschaft, deren alleiniger Gesellschafter die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Finanzen, ist, erfüllt Aufgaben bei der Haushalts- und Kassenfinanzierung des Bundes. Diese Aufgaben wurden zuvor dezentral vom Bundesfinanzministerium, der Deutschen Bundesbank und der Bundeswertpapierverwaltung wahrgenommen. An den internationalen Finanzmärkten tritt die Deutsche Finanzagentur ausschließlich im Namen und für Rechnung des Bundes auf.

Die Aufgaben der Deutschen Finanzagentur umfassen Dienstleistungen bei der Emission von Bundeswertpapieren, die Kreditaufnahme mittels Schuldscheindarlehen, den Einsatz derivativer Finanzinstrumente sowie die Geldmarktgeschäfte (Aufnahme und Anlagen) zum Ausgleich des Kontos der Bundesrepublik Deutschland bei der Deutschen Bundesbank. Seit dem 1. August 2006 gehören auch das Privatkundengeschäft mit Bundeswertpapieren und das Führen des Bundesschuldbuchs dazu.

Das Dienstleistungsspektrum der Deutschen Finanzagentur für ihren Gesellschafter beinhaltet weiter die Erarbeitung von Marktanalysen und Modellen zur Portfoliosteuerung, die Vorbereitung von Entscheidungsalternativen zur Umsetzung der Geschäftspolitik, die Liquiditätssteuerung, die Risikoüberwachung sowie die Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Bundeswertpapiere.

Das Instrumentarium sowie die organisatorische und personelle Struktur der Agentur sind so ausgerichtet, dass sie schnell wechselnden Anforderungen der Kapitalmärkte Rechnung tragen. Die daraus gewonnenen Synergieeffekte liefern die Voraussetzungen, um die Bedingungen für die Finanzierung des Bundes nachhaltig zu verbessern, die Zinskostenbelastung mittelfristig zu senken und die Risikostrukturen im Schuldenportfolio des Bundes zu optimieren.

Die Abgeltungsteuer ist erstmals auf Kapitalerträge anzuwenden, die einem nach dem 31.12.2008 zufließen.

In dem pdf erfährt man:

- Ab wann gilt die Abgeltungsteuer?
- Wie hoch ist sie und welche Steuer wird erhoben?
- Muß man die Kapitalerträge auch noch einmal bei der Einkommensteuer angeben?
- Was ist eine Korrekturveranlagung?
- Was ist eine Freistellung und eine NV-Bescheinigung?
- Kann man Steuern erstattet bekommen?
- Was passiert bei Übertragung?

Weiterhin findet man dort ein Informationsblatt für Kunden zur Abgeltungsteuer und zusätzlich auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen 5 wichtige Fragen und Antworten.

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Derzeit boomen Sie – die Werbeattacken der Banken rund um das Thema Abgeltungsteuer. Was werden da nicht für schwarze Wolken an den strahlend blauen Himmel gemalt. Mit wenigen Umschichtungen könne man die Abgeltungsteuer umgehen… Steuerfrei bis zur Rente….tolle Aussichten, wenn man nur jetzt noch einsteigt… und schon scheint die Sonne wieder.

Ich finde das immer sehr rührend, wie viele Banken angeblich die Eierlegende Wollmilchsau entdeckt haben und die dann noch an ihre Kunden weitergeben wollen…nun worum gehts genau: Auf welche Art und Weise man langfristig wirklich am besten fährt, lässt sich leider nur in der Nachschau beurteilen. Warum? Nun die meisten Banken empfehlen ja so genannte Dachfonds als Allheilmittel gegen die Abgeltungsteuer. Da könne man jetzt sein Geld reinstecken und in 20 Jahren sei das Geld dann vermehrt worden und der Fiskus sieht keinen Cent. Nun das ist auch so richtig.

Die Frage ist aber, um wie viel sich das Geld bis dahin tatsächlich vermehrt hat. Die Dachfonds sind mit die undurchsichtigsten Konstruktionen, die man sich vorstellen kann. Das was für den Otto-Normalanleger bei einem Aktienfonds oder Rentenfonds allein undurchsichtig erscheint, wird bei Dachfonds noch einmal um ein Vielfaches undurchsichtiger. Besonders die Gebührenstruktur stellt hier ein Blatt mit sieben Siegeln dar. In den Beispielrechnungen werden die vielfältigen Gebühren immer nur am Rande erwähnt, wenn überhaupt. Stattdessen wird der An- und Verkauf von Fondsanteilen über einige Jahre (mit der gleichen Wertentwicklung) innerhalb udn außerhalb eines Dachfonds verglichen. Berücksichtigt man nun die Abgeltungsteuer, die beim Dachfonds nicht anfällt (jetzt gekauft und mind. ein Jahr gehalten), dann steht der Dachfonds immer besser da, als die Kombination von verschiedenen Fondsanlagen mit jeweiligem Abgeltungsteuerabzug. Nur sind die Renditen da wirklich vergleichbar???

Jeder Aktienfonds kostet die jährliche Managementgebühr. Die meisten Leute sehen die aber nicht, weil die direkt aus dem Wertzuwachs abgeht. Das ist bei Dachfonds ähnlich, nur hier verdienen zum einen die Dachfondsmanager und dann die Manager der Fonds im Dachfonds, also das ganze zweimal oder nochmehr, wenn der Dachfonds wiederum Dachfondsanteile kauft. Und über Transaktiongebühren wurde da noch garnicht gesprochen. Man sieht, es verdient immer jemand, nur selten der Fondsbesitzer. Also kann es durchaus von Vorteil sein, direkt Fonds zu kaufen und auf die dann hoffentlich exzellente Rendite immer seine 25% (bzw. 26,38% inkl. Soli und ohne Kirchensteuer) Abgeltungsteuer zu bezahlen, anstatt einmal einen Dachfonds zu kaufen und keine Steuer auf eine schlechte oder mittelmäßige Rendite zu zahlen.

Ein weiterer Punkt ist die bessere Flexibilität: Angenommen man hätte vor etwa einem Jahr sein Geld in einen Dachfonds gesteckt und könnte bis in 10 Jahren wegen der Steuervermeidung nicht dran. Derjenige, der sein Geld direkt managed, hat das Geld vielleicht von Aktien- und Rentenfonds abgezogen und auf ein Festgeldkonto gelegt. Er kriegt da zwar nur 5-6% p.a., aber die Anlagesumme ist auf jeden Fall noch da (nach Steuer und Inflation), im Gegensatz zu horenden Kursverlusten an den Börsen wo zwar keine Steuer wirkt, aber der Wert gesunken ist und auch die Inflation ihren Teil wegfrisst. Der schlaue Anleger kann nun nach dem hoffentlich baldigen Ende wieder in Aktienfonds investieren und kann so mit der gesamten Anlagesumme von den steigenden Kursen profitieren.

Ich weiß das ist nicht einfach, aber wieviel Zeit verbringt man denn damit das passende Auto auszusuchen oder die neue Digicam? Ein bisschen Zeit und Arbeit in die Altervorsorge oder das Gesparte investiert und schon hat man mehr Freude, denn nach einiger Zeit ist definitiv die bessere Digicam drin, von der höheren Rente mal ganz zu schweigen!

Fazit:

Man sollte den Banken nicht alles glauben. Immer nachrechnen und die Gebühren berücksichtigen. Und wirklich nach allen Gebühren fragen, auch den versteckten. Manchmal die die bessere Anlage mit Steuerabzug vorteilhafter, als die angepriesene Abgeltungsteuer-Anlage ohne Steuer! Das muss man einfach mal durchrechnen, sonst glaubt man das nicht. Dachfonds sind per se nicht schlecht, aber eben teuer und undurchsichtig. Das muss man wissen, wenn man sich wirklich für einen entscheidet. Wenn man die Geldanlage selber managed, muss man vielleicht ein- bis zweimal im Monat ran, aber das lohnt sich. Außerdem macht das auch Spass. Im übrigen nicht nur Männern, sondern auch Frauen!

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In Fragen der Altersvorsorge sind die Deutschen ja eigentlich sehr konservativ. Von daher überraschen die aktuellen Zahlen des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. schon, denn auch im Mai sind der deutschen Investmentbranche mehr Mittel zugeflossen.

Allein Publikumsfonds haben dabei mit 4,9 Mrd. Euro einen Großteil der insgesamt gemeldeten 8,6 Mrd. Euro beigesteuert.

Besonders Aktienfonds haben es dabei wohl den Deutschen angetan, denn diese verzeichneten einen Zufluss um 2,6 Mrd. Euro. Die derzeit sehr angepriesenen Dachfonds konnten nur rund 1,6 Mrd. Euro neuer Anlagekapital verzeichnen. Offensichtlich trauen die meisten Anleger den oftmals undurchsichtigen Gebührenstrukturen von Dachfonds nicht.

Die Informationsflut in Bezug auf die Abgeltungsteuer sollte hier jedoch in den kommenden Monaten (leider) Wirkung zeigen. Zwar wird von Seiten der Anlageberater oftmals auf die Steuerersparniss hingewiesen, die doppelt anfallenden Gebühren für den eigentlichen Fonds und das Dachfondsmanagement werden aber nur selten dagegen gerechnet. Zwar erscheinen hier wenige Prozentpunkte auf den ersten Blick nicht viel, aber auf Dauer summiert da doch ein ganz schöner Gebührenbatzen. Wie bei allen Finanzdingen gilt auch hier: Große Vorsicht und alles nachrechnen!

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