Archiv für die Kategorie: “Rürup-Rente”

Während meines Krankenhausaufenthaltes habe ich in einem Infoheft einen interessanten Artikel gelesen, in dem es um ein “beliebtes” Thema geht: die Rente. Den Rest des Eintrages lesen »

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Passend zu Marc’s Artikel EU: Private Altersvorsorge wird immer wichtiger habe ich auf der Postbank-Homepage einen Beitrag (Pressemeldung) gefunden, der zwar schon einige Tage her ist, aber aufgrund seines Inhaltes sehr aktuell ist (und das sehr wahrscheinlich auch bleiben wird).

Es geht um das brisante Thema der privaten Altersvorsorge. Offenbar kam der Studie “Altersvorsorge in Deutschland 2008/2009″ das Ergebnis heraus, dass die monatlichen Aufwendungen der Berufstätigen in Deutschland für die private Altersvorsorge auf den niedrigsten Stand seit 2005 gefallen sind. In Anbetracht der Tatsache, wie stark der Markt von allen Anbietern, seien es Banken, Versicherungen oder Finanzdienstleister, umworben und beworben wird, ist das ein zumindest nachdenkenswertes Ergebnis.

Somit kommt natürlich die Frage auf, warum das so ist. Es wird hier zum einen auf mangelndes Wissen bei der Kundschaft zurückgeführt. Kunden würden anscheinend aktuell vermehrt denken, sie seien ausreichend fürs Alter versorgt. Bestimmte Faktoren, die wir ebenfalls schon erwähnt haben, es sei hier der Artikel Altersvorsorge / Inflationsrate als Renditekiller für private Altersvorsorge angemerkt, würden sie in ihre Überlegungen gar nicht mit einbeziehen.

Weiterhin sei manchen nicht klar, dass eine steigende Lebenserwartung auch länger Geld kostet. Die Altersvorsorge müsse also dementsprechend länger halten.

Außerdem fehle ein Wissen über die aktuelle Gesamtsituation, einige hätten noch nie von der Abgeltungsteuer oder der neuen Eigenheimförderung “Wohn-Riester” gehört.

Fast zwei Drittel der Deutschen sehen inzwischen anscheinend in einem Haus oder einer Wohnung die optimale Altersabsicherung.

Einig ist sich der Studie nach jedoch die Mehrheit, dass eine Kombination aus staatlich geförderter privater Altersvorsorge und gesetzlicher Rentenkasse auch weiterhin eine gute Lösung sei.

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Wer in diesen Wochen der Finanzmarktkrise an seiner ursprünglich einmal ausgeklügelten Anlagestrategie, beispielsweise für Aktien, festhält, erlebt böse Überraschungen.

Die Kurse werden derart nach unten geprügelt, dass die Gewinne des letzten Jahres dahin sind und rote Zahlen auf dem Bildschirm auftauchen, egal wohin das Auge schaut. Der “Buy-and-Hold-Ansatz” macht in diesen Zeiten viele Anleger mehr als nervös, denn wer beispielsweise mit Aktien seine private Altersvorsorge aufbessern möchte, erlebt die Negativseite des Aktienmarktes: extrem fallende Kurse. Dass diese Phase auch wieder Chancen beinhaltet, habe ich gestern bereits in einem anderen Artikel Aufmunterung während der Finanzmarktkrise dargestellt. Dazu aber noch einmal ausführlich an anderer Stelle mehr.

Der Wunsch jedes einzelnen Anlegers, mit seiner ursprüngliche getroffenen Entscheidung, welche Aktienwerte gekauft werden sollen, richtig zu liegen, um dann mit dem Beginn der Rente seine private Altersversorgung aufbessern zu können, ist absolut verständlich. Leider kommen Ereignisse wie die aktuelle Finanzmarktkrise dazwischen und machen dieses Vorhaben teilweise zunichte.

Und hier kommt die Psychologie ins Spiel, mit der viele Anleger zu kämpfen haben werden: verkaufe ich jetzt oder sitze ich die Verluste aus? Das ist die Frage aller Fragen.

Interpretieren kann man diese Frage auch anders: bin ich stur, und beharre auf meine einmal getroffene Meinung (Ego), sprich Anlageentscheidung, oder bin ich flexibel genug, Änderungen herbeizuführen, wenn sich die Umstände geändert haben?

Die Börse ist nun mal keine Einbahnstraße, es geht eben nicht nur nach oben, und vor allem geht es nicht so schnell nach oben wie es nach unten geht, soll heißen: Kurse fallen anders als sie steigen, ein solider Kursanstieg braucht in der Regel immer länger, als es ein bei einem Kursrückgang der Fall ist.

Traditionelle Indikatoren, egal ob fundamental oder technisch, in welche die Börse sich bewegen könnte, versagen in dieser aktuellen Phase, weil diese Situation nahezu einmalig ist und man sich leider nicht auf vergleichbare Situationen berufen kann. Deshalb ist die aktuelle Konstellation auch so undurchsichtig.

Bei diesen massiven Bewegungen nach oben und unten gibt es meiner Meinung nach (was allerdings nicht als Anlageempfehlung zu verstehen ist, sondern zum Nachdenken anregen soll) nur eine einzige Position: CASH.

Und zwar solange, bis sich die Marktlage beruhigt hat und es Anzeichen eines Richtungswechsels gibt.

Denn: Traditionell erlernte Verhaltensmuster unserer Gesellschaft, dass man zu einer einmal getroffenen Entscheidung stehen sollte, führen hier eventuell sogar zum Totalverlust seines Geldes.

Sprüche wie: “Der Boden ist bald erreicht, die Wende ist in Sicht” sollten an einem abprallen, dazu sage ich nur überspitzt: “It can go down to Zero.”

Erweist sich jetzt diese ursprünglich getroffene Anlageentscheidung als nicht mehr vorteilhaft, sollte man sich selbst einen Gefallen tun und diese Situation überdenken und entsprechend handeln.

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In diesen Wochen und Monaten gilt es die Finanzmarktkrise zu bewältigen und auch so gut wie möglich zu verstehen, nur dann kann man entsprechend darauf reagieren.

Was kann aber jeder einzelne tun, um sich bestmöglich vor einem Verlust seines Geldes zu schützen?

Zunächst einmal: Nichts überstürzen!

Aufgrund der vielen Gerüchte rund um die Finanzmarktkrise, dass man nicht mehr an sein Geld komme usw. halte ich für überzogen. Keine Frage soll man dies nicht “schönreden”, dennoch sind nicht alle Geldinstitute so tief in den Krisensumpf gesunken, dass sie Gelder nicht mehr an ihre Kunden auszahlen.
Sein Geld abzuziehen und unters Kopfkissen zu legen, halte ich deshalb für den falschen Denkansatz.
Ist man bei einer gefährdeten Bank Kunde, kann man sich jedoch überlegen, ob man sein Geld nicht lieber woanders wieder für sich arbeiten lässt (vorausgesetzt Kündigungsfristen lassen dies umgehend zu, ansonsten müssen diese natürlich abgewartet werden).

Sein Budget kontrollieren

Nach wie vor – oder besser: gerade jetzt- sollte man seine Einnahmen und Ausgaben im Blick haben. Wir haben auf unserem Blog hilfe-beim-leben.de schon mehrfach dazu Artikel geschrieben, die man hier absolut weiterempfehlen kann.

- Wie plane ich meine monatlichen Ausgaben? Selbständige sind besonders gefordert!

- Wie kann ich meine monatlichen Einnahmen erhöhen?

- Wie ich Geld sparen kann, wenn ich meine Einstellung ändere – Spartipps für Alle!

- Die etwas anderen „Spartipps“ für Selbständige – vor allem gegenüber Angestellten

Zahlungen einhalten

Durch die oben genannten Punkte in den Artikeln macht es Sinn, seine finanziellen Verpflichtungen und Zahlungen so zu planen, dass man nicht in Verzug gerät. Soll heißen: Sobald eine Rechnung eingeht, wird diese zu den “zu erledigenden Aufgaben” hinzugenommen. So vermeidet man Zahlungsverzüge und damit verbundene weitere Kosten durch die Mahngebühren.
Das ist selbstverständlich nur ein kleiner Punkt, aber das gehört zum Selbstmanagement seiner persönlichen Finanzen auf jeden Fall dazu.

Informiert bleiben

So eine Krise bringt immer auch einen Wandel und potentielle Chancen mit sich. Das heißt, Produkte ändern sich bzw. es werden neue auf den Markt gebracht. Banken gehen wieder mit interessanten Angeboten auf Kundenfang, weil sie wissen, dass Anleger verunsichert sind und locken mit guten Konditionen.
Deshalb sollte man nicht die Augen verschließen und sich ständig infomieren, wer was zu welchen Konditionen anbietet. Und man sollte dann natürlich auch wechselwillig sein, denn in solchen Zeiten kostet Inflexibilität jede Menge Geld in Form entgangener, besserer Konditionen.

Ratschläge einholen

Wer nicht alleine entscheiden möchte oder kann, der sollte sich Hilfe holen. Das Wort professionell lasse ich jetzt bewusst weg, denn nicht jeder Profi ist auch Profi für meine speziellen Bedürfnisse. Die helfende Person kann auch ein guter Freund sein, der sich intensiv mit Finanz- und Versicherungsthemen beschäftigt und einem eine ehrliche Auskunft zu seiner individuellen (finanziellen) Lage geben kann.

Diese kleine Liste gibt einem zumindest einmal einen kurzen Überblick und soll vor allem zum Nachdenken anregen. Jeder weiß letztendlich aber am besten, wie er seine persönlichen Finanzen managen will.

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Aktuell veröffentlichte mein Blogpartner Marc auf unserem weiteren Blog hilfe-beim-leben.de wieder einen absolut lesenswerten und mit zahlreichen Links ausgestatteten Artikel mit dem Thema Die Hintergründe der Finanzmarktkrise oder warum Olli Kahn keine Aktien mehr hat.

Ich erwähne das deshalb, weil sich dieser Artikel bei unseren Lesern in den letzten Minuten zur absoluten “Lesebombe” entwickelt und ihn den Lesern unseres Finanz- und Versicherungsblogs nicht vorenthalten möchte.

Die Zeit dafür lohnt sich wirklich!

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In vielen Tageszeitungen liest man, dass selbst die Herren Investmentbanker unter vorgehaltener Hand zugeben, dass Sie ihre privaten Gelder bei den privaten Bankhäusern nicht mehr als sicher erachten.

Deshalb ziehen es anscheinend einige vor, ihr Geld zu der “volksnahen” Sparkasse oder Volksbank zu bringen.

Es ist jedoch keineswegs so, dass in der Sparkassen- und Volksbankenlandschaft nur fachliche Kapazitäten sitzen, denen keine folgenschweren Fehler passieren oder dass diese gar die besseren Banker sind. An einem Beispiel habe ich selbst schon mitbekommen, wie eine Sparkasse im Prinzip finanziell durch schwere geschäftliche Fehler am Boden lag, dann aber über eine Fusion mit einer anderen Sparkasse “am Leben erhalten wurde”.

Das System, in das jede einzelne Sparkasse eingebettet ist, macht so etwas möglich. Einzelne Sparkassen sind eingebettet in den regionalen Sparkassen- und Giroverband und dieser wiederum in den deutschen Sparkassen- und Giroverband. Die Einzel-Sparkasse findet in diesem System Schutz, so dass eine finanzielle Pleite zumindest theoretisch nicht möglich ist. Ebenfalls sieht hier die Einlagensicherung (also die Sicherheit der Kundengelder) größeren Schutz für die Kunden vor.

Das Dreieck Sicherheit, Rendite und Liquidität scheint sich aktuell ganz klar in die Richtung Sicherheit zu verschieben…

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Weiter geht es mit unseren hilfreichen Internetseiten für Versicherungen und andere Finanzprodukte. Heute stellen wir eine interessante Seite vor, die sich mit dem Thema Alterssicherung ausführlich befasst: Das deutsche Institut für Altersvorsorge.

Man findet hier im Infopool allerlei Hinweise über die verschiedenen Wege und Reformen der Altersversorgung.

Themen sind u.a.:

Volkswirtschaftliche Eckdaten und Demographie

Der demografische Wandel verändert auch die Systeme der sozialen Sicherung und beeinflusst die Kapitalmärkte. Hier finden Sie Informationen zu den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen in Deutschland und im Ausland.

Geld, Einkommen und Vermögen

Hier finden Sie die wichtigsten statistischen Auswertungen über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der privaten Haushalte, sowie Ergebnisse repräsentativer Befragungen zu Sparmotiven und -präferenzen.

Private Altersvorsorge

Für die private Altersvorsorge gibt es unterschiedliche Strategien. Hier finden Sie einige Tabellen die zeigen, mit welchen Sparbeiträgen bei welcher Laufzeit Sie ein bestimmtes privates Kapital bilden können.

Betriebliche Altersvorsorge

Die “zweite Säule” im deutschen Alterssicherungssystem hat eine lange Tradition. Hier finden Sie Informationen zu den verschiedenen Wegen der betrieblichen Altersversorgung und zu den Reformen in diesem Bereich.

Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist der mit Abstand wichtigste Zweig der sozialen Sicherung in Deutschland. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen über die Grundlagen des Systems, sowie die Ursachen und Wirkungen der Rentenreformen der letzten Jahre.

Die Artikel auf den einzelnen Unterseiten sind absolut empfehlenswert und verschaffen einen guten Überblick über das Altersvorsorge-System.

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Die Finanzmarktkrise erlebt dieser Tage mal wieder einen Höhepunkt und so mancher Anleger fragt sich, was das für Auswirkungen auf seine Altersvorsorge hat. Nun zunächst einmal sinken bekanntermaßen die Aktienkurse und die Anleihen verteuern sich. Aber was hat das letztlich mit der Rente oder Altersvorsorge zu tun?

Unmittelbare Auswirkungen auf die staatliche Rente sind nicht zu erwarten, denn durch das Umlageverfahren wurde kein Kapitalstock aufgebaut, der an Wert verlieren könnte. Einzig durch sinkende Löhne könnte das Rentenniveau sinken, aber auch das ist nicht abzusehen, ganz im Gegenteil.

Wenden wir uns den privaten Rentenversicherungen zu. In Deutschland sind diese meistens mit so niedrigen Aktienquoten unterlegt, dass auch hier die Negativ-Ausschläge begrenzt sein dürften. Die Hauptrendite wird über Anleihen erzielt und die steigen ja derzeit im Wert, wodurch zwar beim Neueinstieg niedrigere Renditen entstehen, für Altbestände aber deutliche Kursgewinne auflaufen. I.Ü. gibt es ja eine garantierten Mindestverzinsungen, auf die man sich verlassen kann.

Selbst bei der Insolvenz eines Versicherers sind diese Mindestverzinsungen gesichert. Das haben wir beim Untergang der Mannheimer Versicherung gesehen, wo durch die anderen Versicherungen die Rettungsgesellschaft Protektor ins Leben gerufen wurde. Noch ein Wort zu noch jungen Rentenversicherungen – egal ob Riester oder Rürüp oder sonst was – durch die lange Laufzeit werden die negativen Ausschläge an den Aktienmärkten keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf die Rendite haben.

Kommen wir nun zu den Anlegern, die ihre Altersvorsorge selber managen. Diese haben entweder vor Beginn der Krise, also idealerweise vor rund 12-18 Monaten ihre Depots dahingehend umgeschichtet, dass nur noch krisenresistente Werte bzw. Fonds enthalten sind, oder sie sind gleich ganz in Festgeld o.ä. geflüchtet. Für langfristige Anleger sind solche Horrortage dann immer ganz gut auszuhalten. Bei den kurzfristigen Anlegern kommt es auf das Glück und den Riecher an. Was mir derzeit auffällt, ist die Schwäche des Trennbankensystems.

Alle Banken, die bisher Pleite gegangen sind bzw. notverkauft wurden, waren auf Immobilienfinanzierungen spezialisiert oder als Investmentbank tätig. So genannte Vollbanken, wie in den USA etwa Citigroup oder JP Morgan, hat es nicht oder nur sehr leicht getroffen. Ähnliches gilt für Europa. Das ist letztlich aber auch nur die Fortsetzung der bekannten Portfoliotheorie…stell dich auf mehrere Beine, dann ist es egal, wenn eines wegbricht.

Diesen Ratschlag kann man auch allen Lesern für die eigene Altersvorsorge geben. Man sollte nicht alles auf eine Karte setzen. Angefangen von der Bargeldversorgung im Alter durch Rente (staatlich oder privat), über Wohnraumversorgung (Eigentumswohnung, Eigenheim), die Lebensmittelversorgung (eigener Garten) bis zur Hilfe im Alltag (Kinder, Enkel, weitere Familie und Freunde). Wichtig sind auch Güter, die sich jederzeit wieder zu Geld machen lassen, um so auch bei einer starken Inflation die geringere Kaufkraft von Rentenleistungen zu kompensieren. Dabei denke ich jetzt an Gold oder Diamanten, edles Geschirr oder hochwertige Alkoholika.

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Am Wochenende erreichte uns eine interessante Frage unserer Leserin Nadine R. Sie fragt sich, welche Rolle die Rechtsform eines Versicherers bei der Auswahl des passenden Versicherers spielt. Da diese Frage eigentlich immer bei der Suche des passenden Anbieters mit berücksichtigt werden sollte, gehen wir gerne auf die Frage ein.

Dabei ist zunächst einmal die Unterscheidung in die drei verschiedenen Rechtsformen notwendig:

- die Aktiengesellschaft

- der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)

- die öffentlich-rechtlichen Versicherungsunternehmen in der Form als Anstalt des öffentlichen Rechts

Bei der Entscheidung für oder gegen einen Versicherer gibt zwei Kernkriterien:
Die Beitragshöhe (und die zukünftige Entwicklung), sowie die Leistungshöhe (und die zukünftige Entwicklung).

Entscheidend für beide Punkte ist dabei die Anzahl der Versicherten, die Zusammensetzung der Versichertengemeinschaft, die Qualität des Risikomanagements und zuletzt die Renditeerwartungen der Eigentümer des Versicherungsunternehmens.

Die Anzahl der Versicherten ist deshalb wichtig, weil eine große Zahl an Schultern den einzelnen Schadensfall deutlich besser verkraften kann. Dieses Kriterium spielt bei den meisten Versicherern an sich keine Rolle mehr, dennoch ist zu bemerken, dass die die AGs die größten Versicherer sind und daher hier einige Vorteile haben.

Die Zusammensetzung der Versichertengemeinschaft spielt die wichtigste Rolle. Dabei ziele ich jetzt auf Kriterien wie das Alter, das Geschlecht, den Beruf oder den Gesundheitszustand ab. Die langfristig optimale Zusammensetzung ist dabei immer auf absehbare Zeit gleich, d.h. weder gute noch schlechte “Risiken” dominieren.

Hier ist bspw. eine Analogie zur gesetzlichen Krankenversicherung zu ziehen, wo manche Krankenkassen eine hoffnungslos überalterte Zusammensetzung haben, während andere Krankenkassen nur junge und gesunde Mitglieder haben. Bei Versicherungen außerhalb des gesetzlichen Gesundheitswesens kommen solche Extreme aber nicht vor. Jeder Versicherer ist bemüht eine für sich akzeptable Mischung seiner Versicherten zu erzielen. Auch hier dominieren naturgemäß die großen Versicherer, also wiederum die AGs.

Kommen wir zur Qualität des Risikomanagements. Das ist das Geheimnis jeder Versicherung. Hierüber kann man immer nur in der Vergangenheitsform sprechen. Nach den Problemen bei der Mannheimer Versicherung wird hier noch einmal vorsichtiger gehandelt. Dabei ist zwischen den jeweiligen Rechtsformen kein Unterschied festzustellen.

Zuletzt kommen wir zu den Renditeerwartungen der Eigentümer des Versicherungsunternehmens. Hier liegt der Hauptanknüpfungspunkt zur Rechtsform: Lediglich die Aktionäre einer AG haben ein Interesse an einer gewissen Rendite. D.h. Die Summe aller Beiträge muss nach Abzug der Leistungszahlungen immer noch etwas für die Aktionäre übrig lassen. Bei einer VVaG sind die Eigentümer die Versicherten selbst und haben daher kein Interesse an zu hohen Beiträgen oder zu schlechten Leistungen. Bei öffentlich-rechtlichen Versicherern ist ebenfalls kein Renditeverlangen zu berücksichtigen.

Fazit:
Wenn man die Zahl der Versicherer in Deutschland betrachtet, dominieren klar die AGs. Das liegt besonders an ihrer Größe, an ihrer Tarifvielfalt und ihren abgedeckten Sparten. Dagegen bieten gerade auch VVaGs in einigen Bereichen deutlich bessere Leistungen bei teilweise niedrigeren Kosten an. Ähnliches gilt für die öffentlichen Versicherer.

Wichtig ist also immer der konkrete Tarifvergleich. Nur weil man in der einen Versicherungssparte bei XY-Unternehmen ist, muss man das nicht bei einer anderen Versicherungssparte sein. Das ist für viele Deutsche noch ungewohnt, aber wenn man sich an einen Versicherungsmakler wendet, wird der sicher die entsprechenden Angebote, unabhängig von der Versicherungsgesellschaft vergleichen.

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Mit diesem Grundlagenartikel zum Drei-Schichten-Modell möchten wir eine Basis für die folgenden Artikel zur Altersvorsorge schaffen. Dabei werden wir einige Grundlagen darlegen und Begriffe erklären.

Schicht 1: Basisvorsorge

In dieser Schicht soll die Grundlage für eine finanzielle Alterssicherung gelegt werden. Elemente dieser Schicht alleine reichen für eine auskömmliche finanzielle Alterssicherung nicht aus! Zu bemerken ist, dass bei dieser Schicht bei gewissen Voraussetzungen die nachgelagerte Besteuerung gilt, d.h. die Einzahlung in solche Produkte wird weitgehend steuerbefreit und die Besteuerung erfolgt erst bei der Auszahlung der Produkte.

Wichtige Merkmale dieser Schicht:
- nicht vererbbar oder übertragbar
- nicht beleihbar
- nicht veräußerbar
- nicht kapitalisierbar (keine Einmalauszahlung bzw. vorzeitige Kündigung)

Elemente dieser Schicht sind:
- die Gesetzliche Rente
- die berufsständische Versorgung
- die Rürup-Rente

Schicht 2: Kapitalgedeckte Zusatzvorsorge

In dieser Schicht sollen die nicht auskömmliche finanzielle Alterssicherung aus der ersten Schicht ergänzt werden. Auch hier gilt bei gewissen Voraussetzungen die nachgelagerte Besteuerung.

Elemente dieser Schicht sind:
- die Betriebliche Altersversorgung
- die Riester-Rente

Schicht 3: Kapitalanlageprodukte

In dieser Schicht werden nur zusätzliche finanzielle Polster für das Alter geschaffen. Sie sind flexibel verfügbar und sind künftig in weiten Teilen von der Abgeltungsteuer betroffen.

Elemente dieser Schicht sind:
-Sparpläne
-Kapitallebensversicherungen
-Rentenversicherungen (außerhalb der Basisversorgung)

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