Archiv für die Kategorie: “Allgemeines”

Ein Gastbeitrag von Daniel Schmitt-Haverkamp

Spätestens, wenn man das Elternhaus verlässt, muss und sollte man sich um ein paar grundlegende Versicherungen selbst kümmern. Aber dem steht fast nichts im Weg, denn sobald die Versicherungsagenturen Wind davon bekommen haben, lernt man einen Vertreter nach dem anderen kennen. Sobald die Eltern bei ihrer Versicherung gemeldet haben, dass der Nachwuchs das Haus verlässt, versucht jede Versicherungsagentur über die bereits bestehende Verbindung zu den Eltern, den Fuß in die Tür des potenziellen neuen Kunden zu bekommen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Die Versicherer und ihre so genannten schwarzen Listen waren lange Zeit ja ein gefürchtetes Instrument bei der Kundenauswahl. Ab dem 1. April 2009 können Versicherte und Nicht-Versicherte Auskunft über ihre “Einträge” erlangen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) vor kurzem mitteilte können Betroffene Auskunft darüber erhalten Betroffene, ob sie an das neue Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (kurz HIS) gemeldet sind. Den Rest des Eintrages lesen »

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Das Europäische Parlament und die EU-Ratspräsidentschaft haben sich am Donnerstag laut dem VersicherungsJournal grundsätzlich auf eine neue Versicherungsaufsicht in Europa verständigt. Dabei geht es um ein Programm, das unter dem Namen Solvency II bereits seit 2007 ausgearbeitet. Konkret geht es bei der Solvabilitätsspanne darum, dass ein Versicherungsunternehmen verpflichtet ist, gegen unvorhergesehene Ereignisse einen gewissen Eigenkapitalbetrag vorzuhalten. Bei der ersten Fassung, Solvency I, wurden schnell Verbesserungen sichtbar, die nun europaweit und innerhalb der EU-Gremien diskutiert werden. Den Rest des Eintrages lesen »

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Im Trubel der letzten Woche sind die neuesten Pläne von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner zum Verbraucherschutz in der Finanzberatung etwas untergegangen. Wie das Ministerium erklärte, wurde dafür die “Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen” gestartet. Den Rest des Eintrages lesen »

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Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management hat heute über den “Erfolg” von Aktienfonds-Sparplänen während der Börsenturbulenzen berichtet. Demnach haben Anleger, die nach diesem Muster verfahren sind, ein leidlich gutes Ergebnis erzielt:

Auf lange Sicht relativiert sich die kurzfristige Momentaufnahme. So erreichten Anleger, die in Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland 30 Jahre Monat für Monat 100 Euro angespart haben, im Mittel ein Vermögen von gut 106.000 Euro (bei einer eingezahlten Summe von 36.000 Euro). Dabei sind alle Fondskosten inklusive des Ausgabeaufschlags berücksichtigt.

Alles in allem geht es darum die größten Fehler bei der Altersvorsorge zu vermeiden und die für sich optimale Anlagestrategie zu finden. Dabei ist es erstmal egal, wie es 2009 weitergeht. Wichtig ist die lange Sicht.

Nach Angaben des BVI wurden aus monatlich 100 Euro bei der Anlage in deutsche Aktienfonds

nach 10 Jahren im Schnitt 4.683 Euro (-9,7% p.a.)

nach 20 Jahren im Schnitt 33.611 Euro (+3,2% p.a.)

nach 30 Jahren im Schnitt 106.046 Euro (+6,4% p.a.).

Welche Fonds und welche Sparpläne wie in den vergangenen Jahren abgeschnitten haben, findet man in dieser ausführlichen Auflistung des BVI.

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Jetzt wurde es mal wieder offiziell: Das Thema Altersvorsorge ist im Familien- und Freundeskreis vieler Deutscher ein Tabuthema. Dies geht zumindest aus einer Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach hervor. Den Rest des Eintrages lesen »

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Wir wünschen allen Lesern ein gutes Neues Jahr 2009! Der Jahreswechsel hat ja besonders in der Krankenversicherung mit dem Gesundheitsfonds erhebliche Veränderungen gebracht. Darüber werden wir sicher noch viel hören in diesem Jahr.

Zum Jahresstart gibt es jetzt aber erstmal einige kurze Links:

Kfz-Versicherung: 2,1 Millionen Wechsler (cash-online)

Krankengeld: Drohende Versorgungslücke für freiwillig Versicherte geschlossen (Verbraucherzentrale)

Finanzkrise kostet Sparer 110 Milliarden Euro (manager-magazin)

Hochinteressantes Interview mit dem Bankier Friedrich von Metzler (Handelsblatt)

Die wichtigsten Gesetzesänderungen 2009 (Wirtschaftswoche)

Parex-Bank darf kein Geld mehr annehmen (manager-magazin)

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In unsicheren (finanziellen) Zeiten wie diesen sucht man oftmals Rat bei denen, die vermeintlich Ahnung davon haben, weil sie in der Vergangenheit einen teilweise erheblichen Erfolg hatten.

In dem auf der Seite The Kirk Report gefundenen pdf-doc The Wisdom of Great Investors werden einige von diesen Experten vorgestellt und der Frage nachgegangen, welche Dinge denn notwendig sind, um einen langfristigen Erfolg als Geldanleger haben zu können.

Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen gibt es bestimmte Eigenschaften wie Disziplin, Geduld oder eine emotionslose Anlagestrategie, um seine langfristigen finanziellen Ziele verwirklichen zu können.

Benjamin Graham ist der Meinung, dass man Emotionen bei der Geldanlage außen vor lassen sollte:

“Individuals who cannot master their emotions are ill-suited to profit from the investment process.”

Shelby M. C. Davis meint, dass die Geschichte uns eines lehrt: (Finanz-)Krisen sind unausweichlich, schmerzhaft aber dennoch überwindbar.

“History provides a crucial insight regarding market crisis: They are inevitable, painful and ultimately surmountable.”

Peter Lynch trifft die Aussage, dass es nichts bringt, die Richtung des Marktes vorherzusagen und “Timing” wenig bringt.

“Far more money has been lost by investors preparing for corrections or trying to anticipate corrections than has been lost in the corrections themselves.”

Christopher C. Davis ist der Ansicht, dass sich Geduld bei der langfristigen Geldanlage auszahlt.

“Despite inevitable periods of uncertainty, stocks have rewarded patient, long-term investors.”

Der in unseren Blogs schon mehrfach erwähnte Warren Buffett sagt, dass Angst und Gier immer in Relation zum Verhalten anderer stehen sollte.

“Be fearful when others are greedy. Be greedy when others are fearful.”

Robert Kirby meint, dass selbst gute Investment Manager kurzfristig eine schlechte Performance aufweisen können.

“The basic question facing us is whether it’s possible for a superior investment manager to underperform….The assumption widely held is ’no.’ And yet if you look at the records, it’s not only possible, it’s inevitable.”

John Kenneth Galbraith äußert, dass man sich vor irgendwelchen Vorhersagen und Annahmen hüten sollte.

“The function of economic forecasting is to make astrology look respectable.”

Shelby Cullom Davis ergänzt, dass fallende Märkte besonders ertragreich sind, man dies aber nicht gleich erkennt.

“You make most of your money in a bear market, you just don’t realize it at the time.”

Ein interessantes pdf mit Grundlagen, die man bei seiner eigenen Geldanlage berherzigen sollte.

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Für alle diejenigen, die sich jetzt Ende des Jahres mit einem Versicherungswechsel befassen, bietet eventuell unser bereits vor einiger Zeit geschriebener, zweiteiliger Artikel über die Versicherungssuche im Internet eine kleine Hilfestellung.

Versicherungen / Versicherungssuche über das Internet (Serie – Teil 1)

Versicherungen / Versicherungssuche über das Internet (Serie – Teil 2)

Dort erfährt man, wie Versicherungen im Preisvergleich abschneiden, eine Versicherungssuche über das Internet ablaufen kann und wie man an relevante Informationen zu Versicherungsangeboten kommt.

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Die Finanzmarktkrise macht es leider wieder all zu deutlich: Das Wissen oder zumindest die Kenntnis, was man mit seinem Geld machen kann, wenn man denn welches übrig hat, ist in der Bevölkerung mehr als bescheiden.

Es gibt Einzelne, die beschäftigen sich mit dem Thema Geld und recherchieren fleißig, wo es denn die meisten Zinsen gibt, nur um dann in einer Krisensituation wie jetzt leidlich erfahren zu müssen, dass sie eventuell nicht mehr an ihr Geld kommen. Angelegt bei einer Bank, von der die Mehrheit nicht mal wusste, dass es sie gibt.

Bei anderen gibt es Fragen über Fragen, was denn nun mit dem Ersparten fürs Alter passiere, welche Lebensversicherer denn von dem finanziellen Debakel betroffen seien und welche Bank eigentlich noch vertrauenswürdig arbeite. Und wie ich meine sind diese Fragen auch berechtigt.

Wie sieht es aber mit den Antworten dazu aus? Es kann einem leider niemand eine hundertprozentige Aussage dazu machen. Und warum? Weil die vermeintlichen Experten es selbst nicht wissen. Niemand weiß, welches Ausmaß die Finanzmarktkrise wirklich hat und noch haben wird, weil immer noch einiges im Dunklen liegt. Es weiß niemand, was passieren wird.

Fakt ist, dass der normale Geschäftsbetrieb bei den Banken, Versicherungsunternehmen und Finanzdienstleistern scheinbar normal weiterläuft, es wird weiterhin ordentlich verkauft, vor allem jetzt zum Ende des Jahres, da ja im nächsten Jahr die Abgeltungsteuer ruft. Da müssen ja nochmal die Abschlusszahlen auf Vordermann gebracht werden. Die Kunden werden weiter beschwatzt und mit überdurchschnittlichen Renditen “über die nächsten Jahre” von einer tollen Geldanlage “überzeugt”.

Man könnte meinen, die Kundenberater haben Glaskugeln auf ihrem Schreibtisch stehen und könnten in die Zukunft schauen, um genau das versprechen zu können. Dem ist aber nicht so, es kann niemand ahnen, was in 5 oder 10 Jahren passieren wird. Oder konnte vor 5 Jahren ein Kundenberater ahnen, dass es 2008 zu einem solchen “Ereignis” kommen würde. Wohl kaum.
Und der König Kunde schon dreimal nicht, denn der war ja froh, das leidliche Geldthema durch die Beratung endlich vom Tisch zu haben – in der Hoffnung künftig mehr in seinem Sparstrumpf zu haben.

Die Zeiten sind äußerst unsicher, und ich wollte mit keinem Bankberater tauschen müssen, der seinen Kunden irgendwas von “die Schwankungen sind normal, über die Jahre hinweg gleicht sich das aus und Sie werden sehen, dass sich alles zum Positiven entwickelt” erzählt. Die Märkte schwanken aktuell extrem, für diejenigen, die an der Börse aktiv handeln, sicher ein Traum, für den Buy-and-Hold-Anleger eine Katastrophe. Wer einen schlechten Zeitpunkt erwischt hat und sich von einmal gemachten Anlagen nicht trennen kann, wird die nächsten Jahre darauf hoffen, dass er zumindest wieder seinen Einsatz zurück bekommt. Irgendwie wird man aber dann dem Thema “Geldanlage” nicht mehr gerecht. “Verlustverwaltung” wäre da der bessere Begriff.

Meines Erachtens kann man nicht guten Gewissens eine Empfehlung auf lange Sicht aussprechen, weil einfach alles gefährdet sein kann. Jegliche Firmen können betroffen sein, weil alles irgendwo miteinander verstrickt ist. Das gilt für “Anbieterfirmen” wie Banken und Versicherungen, als auch natürlich für potentielle “Wertobjekte”, in die man gerne investieren würde. Sichere Geldanlagen gibt es keine, und das Sparbuch mit 1% Verzinsung ist zwar sicherer, aber die Wertentwicklung in Relation zu der Inflationsrate treibt einem die Tränen in das Gesicht.

Wohin also mit dem Geld? Sich doch vom Versicherungsvertreter zu einer 30-jährigen monatlichen Anlage von 200 Euro in eine Lebens- oder Rentenversicherung überreden lassen, die eine über die Jahre schon gesunkene Mindestgarantieverzinsung aufweist? Und am Schluss auf die Überschußbeteiligung hoffen, so wie vor Jahren die Kunden der Mannheimer Versicherung?

Aktuell kommt es mir so vor, als könne einem niemand wirklich helfen. Es gibt zwar einige, die so tun, als könnten Sie es und haben eine umfassende (und vor allem für künftige Zeiten gültige) Antwort auf mögliche Fragen und Unsicherheiten, aber man ist auf jeden Fall schlau beraten, diese Dinge zu hinterfragen.

Das Schwierige daran ist einfach, dass jeder Rat sucht und bei Geldangelegenheiten lieber einer fremden Meinung traut, als seiner eigenen. Oftmals haben die Leute aber keine eigene “Geldmeinung”, sondern sind froh, wie schon vorher angesprochen, wenn Sie sich damit nicht beschäftigen müssen. Und genau das ist ein Fehler, denn bei einer erheblich weniger gewichtigen Entscheidung, beispielsweise welchen Plasma-TV man sich ins Wohnzimmer stellen soll, macht man sich mehr Gedanken, als damit,was die nächsten 30 Jahre mit seinem Geld passieren soll oder wie und wo man welches bekommt, wenn man einen Engpass hat.

Denn helfen kann man sich nämlich am Ende nur selbst. Wie? In dem man von Grund auf ein sinnvolles Verständnis für Geldfragen bekommt, wann und warum man sich einen Kredit nehmen sollte, welche Arten der Altersvorsorge es gibt, ob man tatsächlich eine Lebensversicherung braucht und tausend andere Fragen.

Gäbe es einen geeigneteren Platz dafür, als beispielsweise das öffentliche Schulsystem, eventuell ab einer bestimmten Altersklasse? Um zumindest mal einen Anfang zu haben. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Finanzen ein sehr große Rolle spielen und tun aber so, als wäre damit alles klar und jeder wüsste Bescheid. Nichts ist klar und die wenigsten Menschen wissen Bescheid. “Musikalische Erziehung” gibt es in der Schule, ebenso eine “sprachliche oder mathematische Erziehung”, wieso also keine “finanzielle Erziehung”? Es würde das Leben der Menschen später erleichtern, und einem jede Menge Angst vor dem großen Thema “Geld” nehmen.

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