Altersvorsorge/ Was sollte man aus der Finanzmarktkrise lernen?
Geschrieben von Marc Schmidt in Altersvorsorge, tags: Aktien, Altersvorsorge, FinanzmarktkriseDie Finanzmarktkrise ist noch nicht einmal durchgestanden und schon soll man was daraus lernen? Ja, ich denke man kann von den Ereignissen der vergangenen Wochen doch einiges für seine eigene Altersvorsorgeplanung lernen. In meinem Artikel Die Finanzmarktkrise und die Folgen für die Altervorsorge hatte ich ja bereits letzten Monat eigentlich alles wesentliche beschrieben und daran hat sich eigentlich trotz des Beinahecrashs und der Unsummen von Staatshilfen nichts geändert.
Diversifizierung
Es hat sich mal wieder gezeigt, dass eine Mischung aus verschiedenen Elementen am krisensichersten ist. Wenn ein Element wegfällt bzw. einbricht, wie jetzt etwa die Aktien, muss man auf andere Standbeine zurückgreifen können. Also nicht nur gesetzliche Rente sondern auch private Vorsorge und die nicht nur aus Aktien, sondern auch mit Renten, Immobilien, Rohstoffen, usw. Dabei gilt der Grundsatz der Diversifizierung auch hinsichtlich der geograpischen Herkunft der Anlage.
Überprüfung des Portfolios
Wenn man sich nun auf mehrere Beine gestellt hat, muss man dennoch regelmäßig (mind. einmal im Quartal) überprüfen wo man steht und ob man nicht etwas ändern sollte. Gerade Langfristanleger machen manchmal den Fehler unnötig auf Rendite zu verzichten, nur weil man nicht umschichten will. Wie das erfolgreich geht, hat zum Beispiel der Vatikan gezeigt. Nach Angaben der britischen katholischen Wochenzeitschrift “The Tablet” hat der Vatikanstaat seine Finanzanlagen schon bei den ersten Anzeichen der Finanzmarktkrise im Sommer 2007 umgeschichtet. Dabei wurden wohl Währungen für einen Gegenwert von 340 Mio. Euro, Anleihen für 520 Mio. Euro und Goldbarren für 19 Mio. Euro erworben. An dieser Stelle sei auch einmal auf das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts hingewiesen. Hier erkennt man deutlich, dass Umschichtungen durchaus für die Gesamtrendite förderlich waren. Wenngleich auch bei Langfristinvestments schöne Renditen herauskommen. Da das Renditedreieck aber nur für Deutschland gilt, ergeben sich bspw. für die USA ganz andere positive und negative Anlagezeiträume – was das ganze aber nur noch spannender Macht.
Einfache Investments
Damit meine ich, dass man in dieser Hinsicht dem Großinvestor Warren Buffett folgen sollte. Der kauft auch nur Dinge die er versteht und auch nur Aktien von Unternehmen die versteht, bzw. deren Produkte und deren Geschäftsmodell er versteht.
Fazit für eine krisensichere Altersvorsorge
Nachdem ich die Grundsätze schon genannt habe, hier nochmal das ganze in krisenfester Kurzform: Man sollte bei der krisenfesten Altersvorsorge niemals alles auf eine Karte setzen. Zielzeitraum ist das Alter – wenn man nicht mehr arbeiten kann oder will oder darf – also noch weit hin. Wichtig sind dabei folgende Aspekte:
Den Anfang macht die Bargeldversorgung im Alter durch Rentenzahlungen (staatlich und privat) für wichtige Ausgaben wie etwa die Krankenversicherung oder Konsum, dann folgt die Wohnraumversorgung (Eigentumswohnung, Eigenheim, Beteiligung an Wohnheim), schließlich kommt die Lebensmittelversorgung (eigener Garten). Daneben ist auch die Hilfe im Alltag wichtig (Kinder, Enkel, weitere Familie und Freunde). Wichtig sind auch immer Güter, die sich jederzeit wieder zu Geld machen lassen, um so auch bei einer starken Inflation die geringere Kaufkraft von Rentenleistungen zu kompensieren. Dabei denke ich jetzt an Gold, Silber oder Diamanten, edles Geschirr oder hochwertige Alkoholika. Dinge die jedenfalls nicht verderblich sind.
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Kann mir vorstellen, dass da noch mehr mitreden werden