Das Thema private und betriebliche Altersvorsorge ist ja permanent in aller Munde, wird aber unserer Meinung nach zu sehr einseitig behandelt.

Mit “einseitig” ist hier gemeint: Wenn ich den Betrag x, sagen wir hier 100 Euro monatlich, in ein Altersvorsorgeprodukt einspare, dann wird mir in der Regel etwas von einer “Renditeerwartung” bei einer unterstellten durchschnittlichen Wertentwicklung von beispielsweise 3% p.a., 6% p.a. oder 9% p.a. Erzählt. Also praktisch die spätere “Haben-Seite” ausgedrückt in einem Euro-Betrag.

Sieht man anstatt der Prozentzahlen dann noch die jeweiligen nominalen Endkapitalstände, dann könnte man tatsächlich ins Schwärmen geraten, was denn in 30 Jahren alleine aus meinen 100 Euro monatlichem Sparplan geworden ist. Das ist “auf dem Papier” ein sechsstelliger Betrag.

Das Erwachen kommt aber spätestens dann, wenn man die Inflationsrate mit ins Spiel bringt. Denn relativ zum dem nominalen Endkapital (Theorie) nimmt das reale Endkapital (Praxis) mit zunehmender Laufzeit immer stärker ab.

Ausführliche Beispiele und Grafiken dazu findet man auf der von uns kürzlich vorgestellten Seite des deutschen Instituts für Altersvorsorge.

Man sollte sich also nicht blauäugig von den reinen “Renditeversprechen” blenden lassen, sondern sollte die Inflationsrate bei diesen Betrachtungen immer mit einbeziehen.

Share this Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Google Bookmarks
  • YahooMyWeb
  • Tausendreporter
  • Technorati
  • Bloglines
  • Facebook
  • Hype
  • SEOigg
  • LinkedIn
  • TwitThis
  • MySpace
6 Antworten zu “Altersvorsorge / Inflationsrate als Renditekiller für private Altersvorsorge”
  1. wabe sagt:

    Logisch, dass man die Inflationsrate berücksichtigen muss, aber wichtig ist eben, dass die Verzinsung immer höher liegt als die Inflationsrate.
    Wer nicht weiß, dass in 30 Jahren alles teurer wird, dem ist vielleicht auch nicht zu helfen.

  2. Hein sagt:

    Hallo wabe,

    wir betrachten hier die Kundensicht, und unserer Erfahrung nach kann man eben nicht davon ausgehen, dass das so klar ist.

    Wir möchten mit diesem Artikel ja eine Hilfestellung geben, so dass Kunden daran denken, dass die Inflation eine Rolle spielt und sich “nicht jeden Bären aufbinden lassen”.

  3. [...] mit gutem Risk-/Reward-Verhältnis zu bekommen. Auf diesem Weg bin ich. Und dann steht dem höheren Kapitaleinsatz auch nichts mehr im [...]

  4. [...] Der Preisanstieg des Gesamtindex im Februar 2009 gegenüber dem Vormonat Januar 2009 um 0,6% ist maßgeblich auf saisonübliche Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (+ 10,0%) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 4,0%) zurückzuführen. Bei den saisonabhängigen Waren erhöhten sich im Februar 2009 unter anderem die Preise für Bekleidung und Schuhe (+ 2,1%; davon Bekleidung: + 2,4% und Schuhe: + 0,8%). [...]

  5. [...] – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im September 2009 gegenüber September 2008 um 0,3% gesunken. Damit wurde in diesem Jahr zum [...]

  6. [...] dem Vormonat, August 2009, gab es einen Rückgang der Preissteigerungsrate um 0,4 Prozent. Dieser ergab sich wiederum hauptsächlich aus den Preissenkungen für [...]

  7.  
Hinterlasse einen Kommentar

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>