Die Stiftung Warentest hat mal wieder mit einer wenig ruhmreichen Untersuchung auf die Versicherer aufmerksam gemacht. Diesmal geht es um Riester-Verträge, genauer gesagt um die Jahresmitteilungen. Darin sollten eigentlich detailierte Informationen zum Stand des Vermögens, zu dessen Entwicklung und zu den Kosten enthalten sein.

Was genau alles schief läuft, listet die Stifung Warentest auf:

Von den 28 getesteten Jahresmitteilungen von Riester-Verträgen haben zehn ein „Befriedigend“ erhalten, 13 ein „Ausreichend“ und fünf haben die Tester mit „Mangelhaft“ vom Platz geschickt. Das heißt, über elf Millionen Riester-Sparer erhalten von den Anbietern Jahr für Jahr lückenhafte und unverständliche Mitteilungen über den Stand ihres Vertrages. Keine einzige Gesellschaft listet auf, wie viel Geld sie dem Kunden im bisherigen Vertragsverlauf für Abschluss, Vertrieb und Verwaltung insgesamt in Rechnung gestellt hat.

Wieder einmal wird deutlich, dass Versicherer nur bedingt die Kundenzufriedenheit im Blick haben. Wenn selbst so etwas einfaches wie eine Jahresmitteilung nicht zufriedenstellend erstellt werden kann, sollte man sich als Kunde besser keine Gedanken über die restlichen Abläufe in Versicherungen machen. Letztlich hilft es da nur die Kundenbetreuer zu löchern und detailierte Fragen zu stellen. Vielleicht lernt dann der ein oder andere Versicherer dazu.

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