Die Diskussion um die Rentenkürzung
Geschrieben von Marc Schmidt in Altersvorsorge, Gesetzliche Rente, Private Rente, tags: Finanzmarktkrise, Gesetzliche Rente, Gesetzliche Rentenversicherung, Rentenkürzung, Rezession, WirtschaftskriseDie jüngsten Konjunkturprognosen machen auch vor der Gesetzlichen Rentenversicherung keinen Halt. Am Wochenende kursierten nun Berichte um eine Rentenkürzung durch die Republik – es wäre die erste seit 1957. Die Deutsche Rentenversicherung machte darauf aufmerksam, dass als Folge der Wirtschaftskrise im nächsten Jahr eine Kürzung der gesetzlichen Altersbezüge um über zwei Prozent drohe.
Der Aufschrei war entsprechend groß, weshalb sich Arbeits- und Sozialminister Scholz hinstellte und einen Rentenkürzung für alle Zeiten ausschloss. Inzwischen ist nicht nur die SPD hiervon begeistert, sondern die Idee findet quer durch die Republik Anhänger.
So schön staatlich verordnete Rentenkürzungsverbote sind, sie sprechen nicht gerade für die Nachhaltigkeit der Gesetzlichen Rente. Denn das positivste an der umlagefinanzierten Rente war immer ihre Schwankung in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung. Wenn nun diese Möglichkeit per Gesetz ausgeschlossen wird, beraubt man die Rente ihrer Dynamik. Einer staatlichen Festsetzung der Rente wird so Tür und Tor geöffnet. Aber auch bei der gesetzlichen Rente gilt, wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung: Nach der Bundestagswahl im September wird sich auch hier einiges tun (müssen).
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Es ist überhaupt nicht gerecht meines Erachtens. Hoffentlich machen sie diese Änderung nicht, mal sehen..
Selbst wenn die Renten niemals sinken werden, steigen werden sie in den kommenden Jahren mit Sicherheit nicht. Das sollten die Rentner vielleicht berücksichtigen, bevor sie dieses Jahr ihr Wahlkreuzchen vorschnell machen.
Das Rentensystem hat schon genug Probleme auf Grund der unstimmigen Verhältnisse zwischen Rentenzahlern und -Beziehern, was sowieso zu einem kollektiven Biss in den sauren Apfel führt. Ich will niemandem etwas missgönnen, doch langfristig werden die Unstimmigkeiten wachsen und früher oder später wird eine Anpassung nötig sein, die durch ein generelles Unterbinden der Kürzungsmöglichkeit nur durch das weitere Draufzahlen der Jüngeren gelöst werden kann – ein Kompromiss wäre angebrachter – weinen werden so oder so schon bei der Planung und Gedankenführung beide Seiten, was will man machen.