Über Riester-Produkte habe ich ja schon hin und wieder geschrieben. Es gibt eigentlich auch nichts großartig neues dazu zu sagen. Beim Finblog bin ich aber auf eine traurige Geschichte in Focus-Money aufmerksam geworden. Dort wird unter dem Titel:
Staatlich geprüft und gefördert
Wenn Sie in diesen Policen
täglich 5 Euro ansparen,
besitzen Sie in 18 Jahren
100.000 Euro
Mit Kapitalgarantie

mal wieder die Riester-Rente gepusht.

Wie man merkt, lese ich das Blatt nicht, sonst wäre ich wohl selber drauf gestossen. Die Berechnungsmethoden in dem Artikel sind sicher korrekt und nachvollziehbar, haben aber wie Andreas Kunze so treffend schreibt nur bedingt mit den tatsächlichen Fällen (Kunden, Familien) draussen im Land zu tun. Über die Kosten wurde dabei ja noch garnicht gesprochen, hier sei auf den Artikel Riester und die (versteckten) Kosten verwiesen.

Aber was soll der Privatmann nun von den ganzen marktschreierischen Riester-Produkten halten? Zunächst gilt: Riester steht zunächst mal für Sicherheit – die eingezahlten Beiträge sind garantiert. Und Garantie und Sicherheit gehen immer zu Lasten der Rendite. Wenn also Aktienfonds (außerhalb einer Versicherung) eine auf lange Sicht gesehene, durchschnittlichen Rendite von 8% einfahren, dann werden sie das im Korsett eines Riestervertrages wohl nicht schaffen. Und wenn, dann nur kurzfristig und nicht auf die gesamte Laufzeit… Auch die staatliche Förderung ist ganz nett, aber ohne Eigenleistung geht es eben auch nicht! Ansonsten kann der ein oder andere mit Riesterprodukten auch Steuern sparen (ja auch das soll vorkommen) Aber auch das muss wirklich genau durchgerechnet werden, ob das sich das am Ende wirklich rentiert. Eine Riesterrente ist gut und schön aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber Stammlesern sag ich ja nichts neues!

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Eine Antwort zu “Riester, Riester, Riester oder doch nicht?”
  1.  
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