Das ist eine gute Frage, die sich wohl viele unter uns stellen. Wo lege ich mein Geld wieder an, wenn sich die Finanzmarktkrise dem Ende neigt und wieder Licht am Horizont ist?

Nehmen wir einmal an, es hat jemand den Ernst der Lage erkannt, dass aktuell der Buy-and-Hold-Ansatz unter diesen Marktgegebenheiten eventuell eine weniger gute Lösung ist und sitzt auf Bargeld, weil er alle seine Positionen glatt gestellt hat.

Auch jedem klar scheint, dass in einen bestimmten Zeitraum sich die Marktumstände wieder ändern, auch wenn die Medien das finanzielle Ende der Welt vorhersagen, denn die Tageszeitung will ja schließlich auch verkauft werden. Sieht man sich rückblickend in einem längerfristigen Chart den “Börsencrash” von 1987 an, erscheint dieser lediglich als eine kleine Delle. Keine Frage gibt es bei so etwas immer Einzelschicksale, aber wir betrachten hier ja den Gesamtmarkt.

Was könnte der Bargeldbesitzer von oben also mit seinem Geld machen? Unter dem Kopfkissen wird er es wohl kaum lassen wollen, also wohin? Welche Ansätze kann man in Betracht ziehen?

Ja, auch in der vermeintlich aussichtslosen Situation kann man sich schon Strategien überlegen, was man denn machen könnte.

Zunächst einmal gibt es die Möglichkeit, sich die in diesem Jahr die extrem heruntergeprügelten Sektoren, also Wirtschaftsbranchen, einmal näher anzusehen. Dazu gehören das Bank- und Versicherungswesen, einige Autohersteller, Telekommunikationsunternehmen, einige Rohstoffe usw.

Innerhalb dieser Branchen könnte man sich einzelne Titel, also Aktien, herauspicken, von denen man der Meinung ist, dass sich hier wieder Kurspotential nach oben ergeben könnte.

Ebenso kann man hier in Betracht ziehen, die ganze Branche über einen klassischen oder an der Börse gehandelten Investmentfonds (ETF) zu kaufen. So umgeht man die Qual der Wahl bei einzelnen Unternehmen und setzt risikogestreut auf die gesamte Industrie.

Bei beiden Vorgehensweisen sollte man den Markt aber genaue beobachten, denn hier kommt es sicher sehr auf das Timing, also den Einstiegszeitpunkt, an.

Eine weitere Option ist auf den börsengehandelten Index eines jeweiligen Landes zu setzen. Wer beispielsweise davon überzeugt ist, dass Deutschland im kommenden Jahr einen Börsenaufschwung erlebt, braucht sich nicht einzelne DAX30-Unternehmen aussuchen, sondern kauft einfach den gesamten Länderindex wiederum in einem Investmentfonds (Aktienfonds) oder ein entsprechendes Zertifikat.

Des Weiteren bieten wie immer, also unabhängig von der aktuellen Lage, die sogenannten Schwellenländer mögliche Anlagealternativen. Aufstrebende Märkte (Emerging Markets) in Asien, Osteuropa oder Südamerika könnten da über die jeweiligen Finanzprodukte von Interesse sein.

Eine perfekte Anlage gibt es selten, nur eine unter den gegebenen Umständen bestmögliche. Die findet man aber nicht mehr dann, wenn es schon in den großen Tageszeitungen steht, dass man jetzt mal langsam wieder einsteigen sollte, dann ist der Zug in der Regel schon abgefahren.

Deshalb erfordert egal welche Vorgehensweise durchaus eine intensive Recherche und eine Beobachtung des Marktes.

Share this Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Google Bookmarks
  • YahooMyWeb
  • Tausendreporter
  • Technorati
  • Bloglines
  • Facebook
  • Hype
  • SEOigg
  • LinkedIn
  • TwitThis
  • MySpace
Ähnliche Artikel:

Keine Kommentare möglich.