Das unten stehende Video handelt von sogenannten Investment Fallacies, also von Täuschungen oder einem Irrglauben, den man über eine Sache, hier speziell die Finanz- und Investmentbranche, hat.

Man hält Gegebenheiten, die einem “präsentiert” werden, für wahr, obwohl sich tatsächlich etwas anderes dahinter verbirgt.

In dem Video spricht ein “Vertreter” der Branche, will aber logischerweise nicht erkannt werden, deshalb ist er hier unser Mr. X.

Er redet davon, dass es im Finanzbereich nur darum geht, die Kunden solange wie möglich bei Laune zu halten, dass Sie solange wie möglich Geld in das System pumpen.

“Mining the miners” nennt er die Vorgehensweise. Und dafür würde alles getan bzw. wird um dieses System eine richtige Industrie aufgebaut. Es gibt Firmen die Software liefern, Beratungsdienste, Programmierkenntnisse, Newsletter, Bücher, Analysen und Brokerdienste anbieten.

Es interessiere jedoch niemanden, ob der Kunde dabei gewinnt oder verliert.

Man solle auch nicht davon ausgehen, dass die Angestellten der Branche (z.B. Analysten) mehr wissen als man selbst, denn das könne man gut daran sehen, dass die meisten einen Arbeitgeber haben. Die Tatsache, dass sie nicht für sich selbst arbeiten, sollte man dabei zumindest für bedenkenswert erachten.

Eine hochinteressante Aussage trifft er zu dem Punkt, dass Aktien über die Jahre ja immer besser abgeschnitten hätten als andere Investments. Die Kunden würden oft erzählt bekommen, dass sich die letzten 50 Jahre der Index mit x Prozent entwickelt habe.

Man solle hier nicht darauf reinfallen, denn diese Aussage sei falsch. Viele Firmen, die früher in den 60er/70er Jahren Mitglieder im Dow-Jones-Index waren und als Bluechip-Aktien gehandelt wurden, seien aufgrund mangelnder Performance aus dem Dow-Jones-Index herausgenommen worden bzw. seien von anderen Firmen übernommen worden und deren Name gäbe es nicht einmal mehr.

Im besten Falle konnte man die Entwicklung des Dow-Jones-Index nachbilden, in dem man immer die Werte hält, die der Index aktuell beinhaltet. Das sei aber so gut wie nie der Fall.

Man mache nicht automatisch Gewinn, nur weil man Aktien viele Jahre in seinem Depot hält.

Share this Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Google Bookmarks
  • YahooMyWeb
  • Tausendreporter
  • Technorati
  • Bloglines
  • Facebook
  • Hype
  • SEOigg
  • LinkedIn
  • TwitThis
  • MySpace
Ähnliche Artikel:
3 Antworten zu “Die Wahrheit über die Finanzbranche”
  1. Daniel Schneider sagt:

    Was ja so viel zählt in der Finanzbranche und vor allem an der Börse sind Emotionen.
    Das Problem ist, man weiß in einer starken Abwärtsbewegung nie (!), in welchem dieser beiden Szenarien man sich gerade befindet. Erst später, wenn alles vorbei ist und man sich die Charts anschaut, wird es sonnenklar! Wahrlich erleuchtet wird der frustrierte Anleger feststellen, dass er es doch eigentlich die ganze Zeit gewusst hat. Das Komische ist nur, dass genau das bei beiden Szenarien passiert. Der Mensch und seine selektive Wahrnehmung.

  2. [...] Per DPA konnte man heute Morgen lesen: “Der Autobauer BMW (Chart) will angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche seine Produktion weiter drosseln und plant Kurzarbeit an vier deutschen Standorten. Im Februar und März würden dadurch rund 38.000 Fahrzeuge weniger gebaut als ursprünglich geplant”, teilte das Unternehmen mit. Eigentlich nichts Neues. Das hören wir seit Wochen aus der Branche. [...]

  3. [...] (eine Kombination des CCI 14 und 50 im 10sec-Chart). Ein etwas besserer Einstieg hätte hier die Performance verbessert, dennoch bin ich mit dieser Art Trades im Moment nicht [...]

  4.  
Hinterlasse einen Kommentar

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>