Vor einigen Tagen habe ich die Artikel Geldanlage – Warum man dem Bankberater nicht alles glauben sollte und Geldanlage – Wohin mit meinem Geld? Wo finde ich Rat? Wer hilft mir? geschrieben und darauf hingewiesen, dass längerfristige Geldanlagen in einem Marktumfeld wie diesem zumindest bedenkenswert sind.

Aber nicht nur in besonderen Situationen wie der Finanzmarktkrise, sondern auch generell, sollte man bei seiner (längerfristigen) Geldanlage auf gewisse Dinge achten.

Wie ich ja in diesen Artikeln auch geschrieben habe, beschäftigen sich die meisten Leute nur ungern mit diesem Thema, weil der vorhandene Informationsüberfluss sie zur Entscheidungs- bzw. Handlungsunfähigkeit verleitet.

Viele überlassen deshalb die Planung Ihres “Geldhaushaltes” anderen (Finanzberatern, Bankern, was auch immer), in der Hoffnung, es würde Ihnen jemand die Entscheidung abnehmen. (Als könnten die es besser???). In dem Beitrag Die Wahrheit über die Finanzbranche erfährt man, warum das nicht zwangsläufig der Fall sein muss.

Wie auch mein Blogpartner Marc schon in seinem Artikel Altersvorsorge / Werden Fonds immer beliebter? erwähnt hat, ist ein beliebtes Anlageinstrument für den “Durchschnittsanleger” der sogenannte Investmentfonds. Kurz gesagt, beteiligt man sich mit einer Einmalzahlung oder in monatlichen Raten an verschiedenen Anlageklassen, das können beispielsweise Aktien, Immobilien oder auch festverzinsliche Wertpapiere sein.

Gemanagt werden diese Fonds, die von Kapitalanlagegesellschaften auferlegt werden, von den Fondsmanagern. Und diese werden in den Medien in der Regel immer so dargestellt, als hätten Sie richtig Ahnung. Mag der ein oder andere sogar haben, aber die Mehrheit wird es wohl kaum sein, denn wenn man der statistischen Auswertung von Standard&Poor’s Glauben schenken kann, dann schneidet die Mehrheit der Fondsmanager schlechter ab, als ein Vergleichsindex. Diese Studie bezieht sich jetzt zwar auf US-Fonds, aber im Finanzbereich bietet es sich an, zumindest den Gedankensprung auch in die deutschen Gefilden zu schaffen.

Investmentfonds sollte man alleine aus dem Grund schon recht genau auswählen, weil es nicht nur um die reine Performance, also um die Entwicklung des Anteilspreises, geht, sondern damit teilweise erhebliche Kosten verbunden sind, die diese Performance schmälern, und die bei einem negativen Verlauf der Anteilspreisentwicklung trotzdem vorhanden sind. Das können jährliche Verwaltungsgebühren, Vertriebsprovisionen, Managementgebühren und Ausgabeaufschläge sein.

In unseren Beiträgen geht es uns neben dem informativen Gehalt unter anderem darum, die Leute zu sensibilisieren, dass sie sich darüber Gedanken machen, was mit solchen Anlagen verbunden ist, und dass man nicht blind irgendwelchen Aussagen glauben soll.

Weitere Informationen dazu findet man in dem Artikel Yes, Fundmanagers Really Do Underperform auf Portfolio.com. Interessant sind auch die darin genannten Links.

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