Deutsche Rentenversicherung und Unfallversicherung legen Gelder bei Lehman Brothers an
Geschrieben von Marc Schmidt in Allgemeines, Gesetzliche Rente, Versicherungen, tags: Deutsche Rentenversicherung, Finanzmarktkrise, Lehman Brothers, Unfallversicherung
Nachdem gestern noch spekuliert wurde, kam heute die Bestätigung: Sowohl die Deutsche Rentenversicherung, als auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung haben Gelder bei der unter Gläubigerschutz stehenden US-Bank Lehman Brothers angelegt. Genauer geht es um Millionen-Beträge, die bei der deutschen Tochter Lehman Brothers Bankhaus AG angelegt wurden.
Dazu heißt es heute in einer Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung:
Die Termineinlagen eines Rentenversicherungsträgers bei der Lehman Brothers Bankhaus AG (Deutschland) sind über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken geschützt. Die Einlagen halten sich innerhalb der Sicherungsgrenzen des Fonds. Sie sind daher vor Verlust geschützt. Die Deutsche Rentenversicherung legt die Beiträge der Versicherten nur bei Kreditinstituten an, die einem der Sicherungsysteme in Deutschland angehören.
Bei der Unfallversicherung erklärt man per Pressemitteilung:
„Spekulation war und ist nicht unsere Sache“, erklärt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Das betrifft auch die Einlagen von Unfallversicherungsträgern, die bei der deutschen Tochter der US-Bank Lehmann Brothers bestehen. „Bei diesen Guthaben handelt es sich um Einlagen, die über den Einlagensicherungsfonds abgedeckt und somit vor Verlust geschützt sind.“
Inwiefern die (deutsche) Einlagensicherung hier am Ende wirklich eingreifen muss, bleibt noch offen. Wenn es aber so wäre, hätten wir wieder das beliebte Spiel: linke Tasche – rechte Tasche. Was die Gesetzlichen Versicherungen in einer Anlage versenkt haben, zahlt der Bankkunde über die Einlagensicherung nochmal…


















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